Projektergebnisse der Stiftung Neue Länder

Projektnehmer: IMU Institut Berlin GmbH
Projektende: 28.02.2018

Projektbeschreibung für Projekt 06/17

Die IMU Institut Berlin GmbH beantragte die Kofinanzierung Regionaler Fachkräfteprojekte in Sachsen, wobei es sich konkret um folgende drei (von mehreren weiteren) Teilprojekten handelt:

  • Fachkräfteallianz (FKA) Erzgebirge „Gute Arbeit zur Fachkräftesicherung im demographischen Wandel“,
  • FKA Vogtland „Netzwerk zur Fachkräftesicherung im Vogtland“,
  • FKA Mittelsachsen „Netzwerk zur Fachkräftesicherung in der Pflege“.

Alle drei Teilprojekte beschäftigen sich im Wesentlichen mit Maßnahmen der Personalentwicklung zur Sicherung des Fachkräftebedarfs, indem die beteiligten Unternehmen (KMU) zu Fragen der Fachkräftegewinnung und –bindung sensibilisiert bzw. informiert werden sollen. Ansprechpartner sind hier vor allem die Betriebsräte, um so die Träger der betrieblichen Mitbestimmung zu den genannten Themen zu qualifizieren und zu kompetenten Ansprech- und Verhandlungspartnern zu machen. Die konkrete Umsetzung erfolgt im Wesentlichen durch Etablierung systematischer Kommunikations- und Kooperationsstrukturen für Betriebsräte und soll durch diverse Workshops zum Aufbau eines Betriebsrätenetzwerks in den jeweiligen Regionen (aber auch zwischen diesen) führen. Schließlich ist vorgesehen, Informationsmaterialien zum Thema für die Teilnehmer zusammenzustellen und die durchgeführten Workshops sowie insgesamt die Ergebnisse der Projekte auszuwerten und zu dokumentieren. 

Projektnehmer: ARBEIT UND LEBEN Bildungsförderwerk GmbH, Magdeburg
Projektende: 31.07.2020

Projektbeschreibung für Projekt 05/17

Die ARBEIT UND LEBEN Bildungsförderwerk GmbH (AUL) realisiert das Projekt Berufsorientierung im Saalekreis „PINK!“ (Praxisnah, Individuell, Nachhaltig, Konkret), das Schülern der Klassen 8 und 9 (bis 10) der 7 kooperierenden Sekundarschulen im Saalekreis Unterstützung bei der Berufsorientierung gibt, wobei davon ausgegangen wird, dass pro Schuljahr mindestens 700 Schüler erreicht werden. Dies geschieht in Ergänzung zum schulischen Unterricht des Faches Wirtschaft/Technik durch praxisnahes Arbeiten sowie durch außerschulische Berufsorientierung, welche in enger Anbindung an die Schulen unterrichtsbegleitend in den Lehrwerkstätten der Projektpartner, bei interessierten und geeigneten Schülern auch direkt bei kooperierenden Unternehmen durchgeführt wird. Im Rahmen des Projektansatzes wird diese praktische Berufsorientierung ergänzt um:

  1. Eine individuelle Begleitung der Schüler sowie reflexive Gruppenangebote zur Frage der Berufswahl. Hier wird davon ausgegangen, daß pro Schuljahr in ca. 28 Klassen gemeinsam mit einem Pädagogen über die gewählten Praxisangebote, aber auch über andere Berufsfelder reflektiert wird. Eine individuelle Berufswegeplanung wird für mindestens 700 Schüler pro Schuljahr angestrebt. 
  2. Eine Erweiterung der schulischen Konzepte zur Berufsorientierung und die Vernetzung der vorhandenen Angebote. Hier werden u. A. handlungsorientierte Methoden für den Berufsorientierungsunterricht vermittelt und der Erfahrungsaustausch sowie die entsprechende Fortbildung der Lehrkräfte systematisch  gefördert.
  3. Die Förderung des Dialogs zwischen Unternehmen und Schülern durch Angebote wie Bewerbungstraining mit Unternehmen, Organisation von Unternehmensbesuchen bis hin zu direkter Vermittlung von Praktika und Begleitung von Bewerbungen.

Da nach wie vor festzustellen ist, dass die von der Wirtschaft nachgefragten Berufe und die Berufswünsche Jugendlicher oftmals auseinanderklaffen, erfolgt hier eine gezielte Sensibilisierung und Förderung der Schüler, die letztlich auch zum Ziel hat, unnötige Ausbildungsabbrüche zu vermeiden; zudem wird die nach wie vor sehr klare Trennung in Männer- und Frauenberufe thematisiert und hier für mehr Flexibilität geworben. Die in der praktischen Berufsorientierung angebotenen Berufsfelder sind für die 8. Klassen Elektrotechnik, Metalltechnik, Lager/Logistik, Holztechnik, Hotel/Gastgewerbe und Chemie, für die 9. Klassen vertiefend Chemie, Metalltechnik, Elektrotechnik, Mechatronik und ggf. Bau sowie zusätzlich Gesundheit/Soziales und Handel/Verwaltung. Aufbauend auf den Erfahrungen und der ausgesprochen positiven Resonanz aus den Vorläuferprojekten wird das Projekt PINK für drei Jahre angeboten. So ist das Vorhaben im Vergleich zu anderen Instrumenten der Berufsorientierung, welche eher punktuell wirken, ein auf Dauer angelegter Prozess, der hohe Nachhaltigkeit auch über die Projektlaufzeit hinaus erwarten lässt.

Projektnehmer: Gemeinnützige Regionalgesellschaft Usedom-Peene mbH
Projektende: 31.07.2020

Projektbeschreibung für Projekt 04/17

Die Gemeinnützige Regionalgesellschaft Usedom-Peene mbH setzt das Projekt Ausbildungscoach um, dessen Ziel es ist, Auszubildende außerhalb der Berufsschule, also im Ausbildungsbetrieb oder in den Räumlichkeiten der Antragstellerin in verhaltensorientierter und fachtheoretischer Weise zu unterstützen. Hierbei werden in Kleingruppen und Einzelgesprächen individuelle Defizite (beispielsweise im sozialen, persönlichen oder auch im Bereich schulischer Grundkenntnisse) festgestellt; im Anschluss werden gemeinsam Methoden erarbeitet, die es den Auszubildenden ermöglichen, diese Defizite möglichst selbständig zu beheben.

Das Projekt ist auf 3 Jahre ausgelegt, so dass der Coach die Auszubildenden über einen längeren Zeitraum - idealerweise für die gesamte Dauer der Ausbildung - begleiten kann und auf diese Weise ein hohes Maß an Nachhaltigkeit und auch die Möglichkeit zur Erfolgskontrolle gegeben ist. Da nunmehr auch vermehrt Flüchtlinge in der Lage sein werden, eine Ausbildung aufzunehmen, sollen diese verstärkt in das Projekt mit einbezogen werden, wobei das Betreuungsangebot um deren spezielle Bedarfe erweitert wird. Es wird hierbei davon ausgegangen, dass sowohl die zugewanderten Auszubildenden als auch die Ausbildungsbetriebe in besonderer Weise vom Angebot des Ausbildungscoachs profitieren. Der Ausbildungscoach wird im Projektzeitraum für 20 Stunden pro Woche tätig, die teilnehmenden Auszubildenden werden gemeinsam mit den beteiligten Unternehmen identifiziert, ebenso wie die Inhalte des Coachings. Geplant ist, über die gesamte Laufzeit des Projektes ca. 25 Auszubildende zu betreuen, wobei die Verweildauer individuell unterschiedlich sein wird (gleichzeitig sollen jedoch immer nur ca. 10-12 Teilnehmer im Programm sein, um eine ausreichende Intensität und Qualität der Begleitung zu gewährleisten).

Projektnehmer: Verein für Integration, Beschäftigung u. Soziales e. V., Lutherstadt Eisleben
Projektende: 31.08.2018

Projektbeschreibung für Projekt 03/17

Der Verein Integration – Beschäftigung und Soziales e. V. (IBS) beantragte die Förderung des Projektes Jugend fördern – Zukunft gestalten, Fortführung jugend.innovations.zentrum.

Das jugend.innovations.zentrum (jiz) ist ein seit Ende 2008 Jahren existierendes Projekt des IBS, welches sich mit der Vorbereitung begabter und interessierter Schüler des Landkreises Mansfeld-Südharz auf die von regionalen Betrieben nachgefragten Berufe befasst. Hierbei geht es neben der Unterstützung bei der Frage der Berufswahl vor allem auch darum, die Schüler zu einem Verbleib in der Region zu ermuntern und durch Fördervereinbarungen mit den in Frage kommenden Unternehmen zusammenzubringen. Im Idealfall kann so durch Aufzeigen interessanter Berufsperspektiven in der heimatlichen Region Abwanderung verhindert und ein leistungsfähiger Fachkräftenachwuchs für die Unternehmen aufgebaut werden.

Dies geschieht praxisnah über die Teilnahme an verschiedenen Interessengemeinschaften (z. B. in der Vergangenheit Elektrotechnik/Maschinenbau, Elektronik/Informatik, Marketing/ Handel und Sprachen, Haustechnik/Handwerk, Nahrungswirtschaft und Gastronomie), welche teilweise an den Schulen mit Hilfe mobiler Technik des IBS, teilweise in den Ausbildungswerkstätten der BTH Eisleben, zunehmend aber auch direkt in den Partnerunternehmen durchgeführt werden. Ziel des Projektes ist es neben einer möglichst praxisnah vermittelten Berufsorientierung, den Kontakt zwischen den Schülern und regionalen Unternehmen herzustellen, der im Idealfall in einer konkreten Fördervereinbarung und schließlich in einem Ausbildungsverhältnis mündet. Für den beantragten Förderzeitraum (September 2017 bis August 2018) sollen ca. 1000 Schüler an den vorgesehenen – allgemeiner gehaltenen – Veranstaltungen zur thematischen Berufsorientierung und 90 Schüler an den Interessengemeinschaften (derzeit vorgesehen: Computer/IT, Medientechnik und Kommunikation, Marketing und Design, Elektrotechnik/Metall, Pflege, CAD Zahntechnik, Elektronik) teilnehmen. Zudem wird eine spezielle Interessengemeinschaft für junge Migranten/Flüchtlinge angeboten, die sich mit speziell für diese Zielgruppe wichtigen Fragen befasst (z. B. Ausbildungssystem, Ausbildungsberufe, Bewerbung, Onlinehilfen zur Berufswahl, Vermittlung erster Kenntnisse in einzelnen Berufsfeldern, soziale Kompetenzen etc.). Durch die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre wird das jiz an sämtlichen Schulen des Landkreises aktiv und erreicht somit auch nahezu alle Schüler der relevanten Jahrgangsstufen, zudem konnte ein Netzwerk von unterdessen mehr als 70 kooperierenden Unternehmen aufgebaut werden, die das Vorhaben teilweise auch finanziell (über den Förderverein Berufsorientierung im Landkreis Mansfeld-Südharz e. V.), vor allem aber auch mit Sachleistungen und Manpower bis hin zur Gestaltung und Durchführung einzelner Interessengemeinschaften unterstützen. 

Projektnehmer: Bildungs-, Technologie- und Handelsgesellschaft mbH
Projektende: 31.03.2018

Projektbeschreibung für Projekt 02/17

Die Bildungs-, Technologie- und Handelsgesellschaft mbH Eisleben (BTH) verwirklicht das Projekt Fachkräftesicherung für Unternehmen, Schwerpunkt Metall- und Elektroindustrie, in den Landkreisen Mansfeld-Südharz und Harz, das offene Stellen bei regionalen Unternehmen akquiriert, um diese in Kombination mit intensiver Betreuung und Qualifizierungsbausteinen mit Langzeitarbeitslosen zu besetzen. Das Projekt wird mit einem Netzwerk beteiligter Unternehmen sowie weiteren Kooperationspartnern wie Agentur für Arbeit/Jobcenter, IHK, Kreishandwerkerschaft etc. umgesetzt. Darüber hinaus wird eine weitergehende Betreuung der vermittelten Arbeitnehmer angeboten, um Konflikte zu moderieren und eine Festigung der Teilnehmer zu erreichen. Das Projekt sieht hierbei folgende Schwerpunkte vor:

  • Einerseits sollen Arbeitslose (speziell unter 35 Jahre ohne Berufsabschluss und über 50 mit Berufsabschluss, aber auch solche ohne Leistungsbezug) mit Hilfe von individuellen (Zusatz-) Qualifizierungen im Kontakt bzw. in Abstimmung mit potentiell interessierten Unternehmen zu einer Arbeitsaufnahme ertüchtigt werden.
  • Andererseits ist geplant, die teilnehmenden Unternehmen (KMU) auf die in Zeiten des demographischen Wandels zunehmende Bedeutung von Personalentwicklung hinzuweisen und hierbei auch konkrete Vorschläge bzw. Pläne für die innerbetriebliche Qualifikation zu erarbeiten.
  • Zusätzlich sollen auch Teilnehmer aus dem Kreis der Geflüchteten mit einbezogen werden, sofern sie die entsprechenden Integrationskurse absolviert haben und eine Vermittlung in Qualifizierung (mangels verwertbarer Abschlüsse) aussichtsreich erscheint.

Neben der intensiven Begleitung der arbeitslosen Teilnehmer, um deren soziale Kompetenzen zu stärken und individuelle Problemlagen zu bearbeiten, setzt das Vorhaben vor allem auf die enge Kooperation mit den teilnehmenden Unternehmen, in deren Betrieben die Qualifikationsmodule zu 50 % stattfinden - die anderen 50 % werden beim jeweiligen Bildungsträger absolviert. Es lagen bei Projektbeginn bereits LOIs von 45 Unternehmen der Region für die Kooperation im Projekt vor, die zudem erklärten, kurz- bis mittelfristig Bedarf an 125 qualifizierten Mitarbeitern zu haben. Aufgrund dieser konkret nach Beruf benannten Bedarfe bestehen gute Voraussetzungen, dass die (bislang arbeitslosen) Teilnehmer auch mit hoher Wahrscheinlichkeit nach erfolgreicher Qualifizierung übernommen werden. Erfolgversprechend erscheint zudem der Ansatz, im Rahmen der innerbetrieblichen PE-Beratung Arbeitnehmer für anspruchsvollere Tätigkeiten zu qualifizieren, um im Gegenzug einfachere Arbeitsplätze für bislang arbeitslose Teilnehmer freizumachen.
Die Antragstellerin hat sich zum Ziel gesetzt, im Laufe der 12-monatigen Projektlaufzeit 120 neue Mitarbeiter (aus Arbeitslosigkeit) für die Unternehmen zu gewinnen, wobei hierzu geplant ist, zunächst 190 Teilnehmer in enger Kooperation mit der Agentur für Arbeit für die Aktivierungsphase auszuwählen.

Projektnehmer: Arbeitsloseninitiative Sachsen e. V.
Projektende: 10.09.2018

Projektbeschreibung für Projekt 01/17

Die Arbeitsloseninitiative Sachsen e. V. beantragte die Förderung des Projektes Gemeinsam arbeiten und lernen im Vogtland – Fähigkeiten erkennen, stärken und nutzen. Das Vorhaben richtet sich zum Einen an Langzeitarbeitslose, die aufgrund unterschiedlicher, oft kumulativer Problemlagen zumindest kurzfristig keine Chance auf Integration in den ersten Arbeitsmarkt haben, zudem sollen anerkannte Asylberechtigte mit einbezogen werden – in beiden Fällen sollen die Teilnehmer schwerpunktmäßig der Altersgruppe von 25 bis 35 Jahren angehören (das Projekt lehnt sich eng an das Bundesprogramm STAFFEL des BMAS an).

Die Teilnehmer werden von Beginn an in ein Anstellungsverhältnis beim ALI Sachsen e. V. bzw. - je nach Eignung und Bedarf - auch bereits bei einem der regionalen Kooperationspartner übernommen. Das Anstellungsverhältnis läuft im Normalfall für die gesamte vorgesehene Projektlaufzeit von 12 Monaten, während der die Teilnehmer laufend begleitet und möglichst individuell gecoacht werden. Bei den Langzeitarbeitslosen wird davon ausgegangen, dass es sich um Menschen handeln, die trotz vorhergehender, intensiver Eingliederungsversuche nach wie vor arbeitslos sind, da sie beispielsweise nur eingeschränkt leistungsfähig, gesundheitlich beeinträchtigt oder nur gering qualifiziert sind, wobei oftmals weitere Schwierigkeiten wie z. B. Schulden oder Suchtprobleme erschwerend hinzukommen können. Die Asylberechtigten wiederum haben aufgrund ihrer Fluchterfahrung vielfach psychische Probleme, zudem geht es hier um die Vermittlung interkultureller Fähigkeiten, von Kenntnissen des deutschen Arbeitsmarktes, Fragen der Qualifizierung, die Klärung von Ausbildungsvoraussetzungen, die Vermittlung von sprachlichen Fähigkeiten etc..

Die Teilnehmer, die gemeinsam mit der Agentur für Arbeit identifiziert werden, sollen in ein Anstellungsverhältnis beim Träger bzw. einem der regionalen Kooperationspartner mit 20 Stunden pro Woche übernommen werden. In der Eingangsphase wird gemeinsam mit den Teilnehmern eine persönliche Bestandsaufnahme vorgenommen, aus der sich die einzelnen Maßnahmen im weiteren Projektverlauf ergeben. Dies können die Vermittlung fehlender Kompetenzen sein, die Unterstützung bei der Motivation bzw. dem Aufbrechen verfestigter Vorstellungen hinsichtlich der eigenen Chancen, aber auch die Identifizierung von Qualifizierungsbedarfen und die Unterstützung bei der Suche nach entsprechenden Angeboten. In jedem Fall sind Arbeitseinsätze/-erprobungen in kooperierenden Einrichtungen fester Bestandteil des Vorhabens, um die Teilnehmer (wieder) an die Arbeitswelt mit ihren Regeln und Abläufen heranzuführen. Parallel wird ein laufendes Coaching sichergestellt, um eine entsprechende Reflektion zu ermöglichen und in Konfliktfällen moderieren zu können. Die ausgeübten Tätigkeiten bewegen sich vorwiegend im öffentlich-sozialen Umfeld des Vereins, konkret im Umwelt- und Sozialbereich (Seniorenhilfe, Jugend- und Freizeitarbeit, Sportstätten etc.). Gleichwohl ist aber auch vorgesehen, mit Hilfe von zusätzlichen Qualifikationsbausteinen eine spätere Vermittlung auf den ersten Arbeitsmarkt vorzubereiten, sofern dies bei einzelnen Teilnehmern aussichtsreich erscheint.

Projektnehmer: „Dau wat“ e. V. Rostock
Projektende: 31.12.2019

Der Gewerkschaftliche Arbeitslosenbetreuung „Dau wat“ e. V. Rostock führt das Projekt Demokratie und Mitbestimmung – Berufsschularbeit Mecklenburg-Vorpommern durch, ein auf drei Jahre angelegtes Vorhaben, bei dem durch aufsuchende Jugendbildungsarbeit Berufsschüler vor Ort in ihrer Schule zu Themen wie demokratischer Teilhabe und (betrieblicher) Mitbestimmung im Sinne einer allgemeinen (arbeitsmarkt-) politischen Bildung unterstützt werden sollen. Zusätzlich wird eine dauerhafte Beratungsfunktion für Auszubildende/Berufsschüler in Problemfällen angeboten.

Ausgehend vom Befund, dass bei vielen Jugendlichen Tendenzen wie Demokratieabstinenz, Fremdenfeindlichkeit und teilweise auch Rechtsradikalismus nicht unüblich sind, ist vorgesehen, Berufsschulen in ganz Mecklenburg-Vorpommern zu besuchen und dort die Jugendlichen (Berufsvorbereitungsklassen, Berufsfachschüler und Auszubildende) gemeinsam mit ihren Lehrern in Form von speziell erarbeiteten Seminaren und weiterführendem Coaching für ein aktives demokratisches Engagement sowie Formen und Möglichkeiten der Mitbestimmung zu gewinnen. Hierbei werden die Berufsschulen mit einem Kleinbus, welcher mit Materialien für die Seminare ausgerüstet ist, angefahren. Vor Ort werden die Seminare und Coachings von speziell geschulten, ehrenamtlichen Mitarbeitern der DGB-Jugend durchgeführt (die aus einer ähnlichen Altersklasse wie die Berufsschüler sind, was die Kommunikation positiv beeinflusst). Besondere Nachhaltigkeit erhält das Projekt zum einen aufgrund der Laufzeit, zum anderen aufgrund folgender Bausteine: Wiederkehrende Besuche bei den Berufsschulklassen, Erarbeitung von Unterrichtsmaterialien, die von den Lehrern an den Berufsschulen weiterverwendet werden können und die weitere Nutzung der im Vorläuferprojekt erarbeiteten mobilen Ausstellung über Erfolge und Vorzüge von sozialer Marktwirtschaft und Sozialpartnerschaft. 
Als Ergebnis aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre wird zusätzlich eine feste Beratungs-/Coachingstelle geschaffen, die den Auszubildenden zu festen Zeiten in den Schulen zur Verfügung steht, um in Konfliktfällen zu helfen bzw. zu moderieren (der Bedarf für ein solches Zusatzangebot wurde gemeinsam mit den Schulsozialarbeitern identifiziert).

Insgesamt ist geplant, im Laufe der drei Jahre landesweit die wesentlichen Berufsschulen - zum Teil mehrfach - aufzusuchen und so ca. 4000 Berufsschüler zu erreichen. Insofern ist zu erwarten, dass auch in einem dünn besiedelten Land wie Mecklenburg-Vorpommern mit dem Projekt Schüler nicht nur in den Ballungsräumen sondern auch in der Fläche erreicht werden.

Stralsunder Innovation Consult GmbH
Projektende: 30.11.2018

Projektbeschreibung für Projekt 05/16

Die Stralsunder Innovation Consult GmbH (SIC) realisiert das Projekt Familiencoach – Wir bauen Brücken, das sich Familien (Bedarfsgemeinschaften) widmet, die im ALG-II-Bezug sind und in denen mindestens ein Mitglied langzeitarbeitslos ist. Hierbei geht es vor allem darum, die in solchen Familien oftmals eingefahrenen („vererbten“) Strukturen und Narrative der Erfolglosigkeit aufzubrechen und Wege zurück in das Erwerbsleben aufzuzeigen. Hierzu sollen die Teilnehmer sich aktiv mit ihrer Lebenssituation auseinandersetzen und zugleich stabilisiert werden, um wieder soziale Teilhabe möglich zu machen und schließlich Beschäftigungsperspektiven zu erkennen bzw. zu erlangen.

Konkret stehen im ersten Monat der Teilnahme zunächst die Beschäftigung mit den individuellen Problemlagen und mögliche Lösungsansätze hierfür im Vordergrund, zudem gilt es, wieder eine Alltagsstruktur für die Teilnehmer zu erarbeiten. Ab dem zweiten Monat ist vorgesehen, unterstützt durch individuelle Zielvereinbarungen erste konkrete Maßnahmen zu definieren und durchzuführen: Hierbei geht es einerseits um Unterstützungsangebote für (meist mehrere) Problemlagen der Teilnehmer (wie Sucht, Schulden, Mobilität, Erziehung, Pflege etc.). Darüber hinaus kann es sich um diverse Aktivitäten handeln, die im vorhandenen Stadtteilzentrum angeboten werden oder gemeinsam mit dem Netzwerk der Antragstellerin vorgehalten werden (Sport, Ernährungskurse, Ausflüge etc.). Zunehmend sollen die Teilnehmer dann im weiteren Verlauf durch Arbeitsgelegenheiten, Praktika, Qualifizierungsbausteine oder auch gemeinnützige bzw. ehrenamtliche Tätigkeiten an die Arbeitswelt herangeführt werden.

In der Projektlaufzeit von zwei Jahren werden zwei Durchläufe à zwölf Monate mit jeweils 30 Teilnehmern realisiert, wobei die individuelle Verweildauer je nach persönlichen Bedürfnissen variieren kann. Über die 60 Teilnehmer werden in den Familien letztendlich ca. 180 Personen erreicht, das Projektziel ist, jeweils wenigstens ein Familienmitglied in Arbeit, Ausbildung oder sonstige Beschäftigung zu vermitteln. Nach einer eventuellen Vermittlung steht das Projektpersonal den ehemaligen Teilnehmern im Sinne einer Nachbetreuung als Ansprechpartner/Coach in Problemlagen zur Verfügung.  
Unter Anderem wirken bei der Projektumsetzung das Jobcenter, der Landkreis, das Kreisdiakonische Werk und die Kreishandwerkerschaft mit.
 

Projektnehmer: ARBEIT UND LEBEN Bildungsvereinigung Sachsen-Anhalt e. V.
Projektende: 31.08.2017

Der ARBEIT UND LEBEN Bildungsvereinigung Sachsen-Anhalt e. V. (AUL) setzt mit Mitteln der Stiftung Neue Länder das Projekt Ausbildungsreif 2.0 – Modellprojekt zur Weiterentwicklung des ausbildungsvorbereitenden Unterstützungs- und Coachingangebotes um, bei dem es sich um eine Fortschreibung des Projektes 02/13 (mit einer Laufzeit vom 01.09.2013 bis zum 31.08.2016) handelt). Das Vorhaben wendet sich nach wie vor an benachteiligte Jugendliche unter 30 Jahren, welche nicht mehr schulpflichtig sind und weder eine Ausbildung noch einen Arbeitsplatz haben, zudem sollen nunmehr auch Jugendliche mit Migrationshintergrund bzw. Flüchtlinge mit einbezogen werden. Ziel ist es, diese Jugendlichen, die in aller Regel von der Vielzahl bestehender Angebote zur Berufsintegration nicht erreicht werden (da diese überwiegend im schulischen Bereich stattfinden), zu motivieren, zu mobilisieren und damit die Voraussetzungen für die Aufnahme einer Ausbildung respektive Berufstätigkeit zu schaffen und darüber hinaus zu gewährleisten, daß sie in Zukunft selbständig auf dem Arbeitsmarkt agieren können. Hierbei sollen die Jugendlichen intensiv betreut werden und ein individuell zugeschnittenes Bildungs- und Entwicklungsprogramm durchlaufen, das in enger Abstimmung mit kooperierenden Unternehmen ausgearbeitet wird. Der Projektablauf soll sich in drei Phasen gliedern: 

  • Aufnahme und Orientierung, um die Eignung, Interessen und Voraussetzungen der durch die Jobcenter zugewiesenen oder vermittelten Jugendlichen festzustellen.
  • Praxis und Qualifizierungspraktika, um durch Betriebspraktika und ergänzende Qualifizierungsmodule Fähigkeiten zu erproben, zu motivieren und Defizite zu bearbeiten und im Idealfall bereits die Ausbildungsreife im jeweiligen Einsatzbetrieb zu erreichen.
  • Transfer und Nachbetreuung, um den Übergang in ein Ausbildung- bzw. Arbeitsverhältnis zu begleiten bzw. – falls dies nicht der Fall ist – Alternativen zu erarbeiten.

Der Verlängerungszeitraum ist auf 24 Monate ausgelegt, wobei in dieser Zeit mit jeweils 15 Jugendlichen ein 12-monatiger Projektdurchlauf (in Kleingruppen und teilweise auch individuell mit zeitlich gestaffeltem Einstieg) vorgesehen ist. Bei individuellem Bedarf soll von der Aufenthaltsdauer im Projekt jedoch auch abgewichen werden; zudem lassen es die Betreuungskapazitäten auch zu, bei entsprechendem Bedarf seitens der Agentur für Arbeit eine höhere Zahl von Teilnehmern aufzunehmen. Aufgrund der längerfristigen Begleitung und der engen Verzahnung mit den kooperierenden Unternehmen ist von einer hohen Nachhaltigkeit auszugehen, so dass es auf diese Weise gelingen kann, einerseits derzeit weitgehend chancenlosen Jugendlichen eine Perspektive zu geben und andererseits die Wirtschaft bei der zunehmend schwierigen Besetzung ihrer Ausbildungsplätze zu unterstützen.

Projektnehmer: ARBEIT UND LEBEN Bildungsvereinigung Sachsen-Anhalt e. V.
Projektende: 14.02.18

Der ARBEIT UND LEBEN Bildungsvereinigung Sachsen-Anhalt e. V. (AuL) realisiert mit Hilfe der Stiftung Neue Länder eine zweite Phase des Modellprojektes zur Weiterbildung von pädagogischem Fachpersonal im Bereich der Berufsorientierung in Sachsen-Anhalt, um dieses unter Einbeziehung der Gymnasien weiterzuentwickeln.

Das Projekt in seinem bisherigen Verlauf (Projektnummer 05/14, Laufzeit 15.08.2014 bis 15.08.2016) hat den im Vergleich zu vielen anderen Projekten der Berufsorientierung neuartigen Ansatz, bei den Lehrkräften anzusetzen, welche die Schüler für mehrere Jahre begleiten und insofern die Schüler besonders nachhaltig bei ihrer Berufswahl unterstützen können. So wurden durch die Entwicklung eines speziellen Curriculums die Lehrkräfte entsprechend qualifiziert und dadurch in die Lage versetzt, ihre Schüler bei der Berufswahl zu beraten und zu unterstützen, zudem aber auch die eigene Berufswahlkompetenz der Schüler zu stärken bzw. zu wecken. Das Projekt wurde an 6 Sekundar- und/oder Gesamtschulen mit insgesamt 38 Lehrkräften (mit unterschiedlicher Teilnahmedauer) in Form mehrerer Qualifizierungs- und Praxismodule (zur probeweisen Anwendung im Unterricht) durchgeführt, hinzu kommt die Entwicklung einer gemeinsam mit der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg realisierten, das Lehramtsstudium begleitenden Zusatzqualifikation zur Berufsorientierung.

In der nunmehr beantragten Verlängerung um 18 Monate soll es vor Allem darum gehen, nunmehr auch die Gymnasien in den Prozess einzubeziehen, zusätzlich sollen auch die bisher beteiligten Schulen und Lehrkräfte die Gelegenheit erhalten, weiter am Projekt teilzunehmen, um den Erfahrungsaustausch und den Netzwerkgedanken, aber auch die Nachhaltigkeit zu stärken.

Im Rahmen der bisherigen Projektarbeit wurde erkannt, dass es sinnvoll und notwendig ist, auch Gymnasien im Bereich der Berufsorientierung zu ertüchtigen. Dazu soll in der Verlängerungsphase eine berufsbegleitende Weiterbildungsmaßnahme für Lehrkräfte an Gymnasien umgesetzt werden. So ist geplant, an bis zu 6 Gymnasien mit 15 Lehrkräften die bislang erarbeiteten Methoden und Ansätze für eine gelungene Berufsorientierung zu vermitteln und durch zusätzliche Themen zu ergänzen. Der Fokus in der Projektverlängerung soll auf der Öffnung der Gymnasien für den Ausbildungsmarkt liegen, um die bisherige Studienberatung zu einer fach- und klassenübergreifenden Berufsorientierung bis hin zur Ausbildungsberatung weiterzuentwickeln. Dadurch soll den Schülern der Einstieg in die Arbeitswelt erleichtert und dazu beigetragen werden, Berufsvorstellungen und -wünsche entsprechend der eigenen Stärken und Kompetenzen zu konkretisieren. Ergänzend sollen in Kooperation mit den Mitgliedern des Projektbeirates unterschiedliche berufsorientierende Zusatzmaßnahmen realisiert und die Zusammenarbeit mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg soll weiter intensiviert werden.

Projektnehmer: Verein für Integration, Beschäftigung u. Soziales e. V., Lutherstadt Eisleben
Projektende: 31.08.17

Der Verein Integration – Beschäftigung und Soziales e. V. (IBS) setzt das Projekt "Das neue j.i.z. – jugendgemäß – interkulturell – zielführend – für unseren Landkreis" um. Das jugend.innovations.zentrum (jiz) ist ein seit 8 Jahren existierendes Projekt des IBS, welches sich mit der Vorbereitung begabter und interessierter Schüler der 7. bis 9. Klassen des Landkreises Mansfeld-Südharz auf die von regionalen Betrieben nachgefragten Berufe befasst. Hierbei geht es neben der Unterstützung bei der Frage der Berufswahl vor allem auch darum, die Schüler zu einem Verbleib in der Region zu ermuntern und durch Fördervereinbarungen mit den in Frage kommenden Unternehmen zusammenzubringen. Im Idealfall kann so durch Aufzeigen interessanter Berufsperspektiven in der heimatlichen Region Abwanderung verhindert und ein leistungsfähiger Fachkräftenachwuchs für die Unternehmen aufgebaut werden. 

Dies geschieht praxisnah über die Teilnahme an verschiedenen Interessengemeinschaften (z. B. in der Vergangenheit Elektrotechnik/Maschinenbau, Elektronik/Informatik, Marketing/ Handel und Sprachen, Haustechnik/Handwerk, Nahrungswirtschaft und Gastronomie), welche teilweise an den Schulen mit Hilfe mobiler Technik des IBS, teilweise aber mittlerweile auch direkt in den Partnerunternehmen durchgeführt werden. Ziel des Projektes ist es neben einer möglichst praxisnah vermittelten Berufsorientierung auch, den Kontakt zwischen den Schülern und regionalen Unternehmen herzustellen, der im Idealfall in einer konkreten Fördervereinbarung und schließlich in einem Ausbildungsverhältnis mündet. Für das kommende Schuljahr respektive den beantragten Förderzeitraum (September 2016 bis August 2017) sollen 700 Schüler an den vorgesehenen – allgemeiner gehaltenen – Veranstaltungen zur thematischen Berufsorientierung und 90 Schüler an den Interessengemeinschaften (derzeit vorgesehen: Computer/IT, Marketing und Design, Elektrotechnik/Metall, Pflege, Zahntechnik, Elektronik) teilnehmen. Ein weiterer Schwerpunkt soll eine spezielle Interessengemeinschaft für junge Migranten/Flüchtlinge sein, die sich mit speziell für diese Zielgruppe wichtigen Fragen befasst (z. B. Ausbildungssystem, Ausbildungsberufe, Bewerbung, Onlinehilfen zur Berufswahl, Vermittlung erster Kenntnisse in einzelnen Berufsfeldern, soziale Kompetenzen etc.). Durch die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre wird das jiz an sämtlichen Schulen des Landkreises aktiv und erreicht somit auch alle Schüler der relevanten Jahrgangsstufen, zudem konnte ein Netzwerk von derzeit 63 kooperierenden Unternehmen aufgebaut werden, die das Vorhaben finanziell (über den Förderverein Berufsorientierung im Landkreis Mansfeld-Südharz e. V.), aber auch mit Manpower bis hin zur Gestaltung und Durchführung einzelner Interessengemeinschaften unterstützen.

Projektnehmer: IMU Institut Berlin GmbH
Projektende: 31.05.2017

Die IMU Institut Berlin GmbH führt mit Hilfe der Stiftung Neue Länder ein Transferprojekt zum Thema Industrie 4.0 im Maschinenbau in Ostdeutschland durch.

Hintergrund ist die ebenfalls aus Mitteln der SNL geförderte Machbarkeitsstudie zum Thema Arbeit und Beschäftigung in der modernen Produktion (Industrie 4.0), Projektnummer 07/15.

Ausgehend von den mit Hilfe der v. g. Machbarkeitsstudie festgestellten Unterstützungsbedarfen, sollen nunmehr in einem gemeinsam durch den VDMA (Landesverband Ost) und die IGM (Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen) begleiteten Prozess in ausgewählten Unternehmen Workshops zum Informations- und Erfahrungsaustausch durchgeführt und dokumentiert werden. Das Projektdesign sieht dabei vor, dass, nach Erarbeitung entsprechender Arbeitshypothesen, einerseits Erfahrungsgruppen von Führungskräften und andererseits Workshops mit Betriebsräten aus Betrieben des Maschinenbaus (und verwandter Bereiche) durchgeführt werden, wobei beide Formate sich mit den jeweils gleichen Themenbereichen beschäftigen werden: Grundlagen/Industrie 4.0 im Maschinenbau in Ostdeutschland, Automatisierung/Assistenz-systeme, Digitalisierung, Qualifizierung sowie Arbeit/Arbeitsorganisation. Die Ergebnisse aller Veranstaltungen beider Diskussionsforen werden dokumentiert, anschließend im Rahmen einer Branchenkonferenz (die wiederum durch VDMA und IGM begleitet wird) vorgestellt und diskutiert, schließlich soll eine Abschlussdokumentation mit entsprechender Handreichung für betroffene Betriebe und Akteure erarbeitet werden.

Das Projekt, läßt mit Hilfe der Dokumentation valide Handlungsempfehlungen für den Transfer erwarten, weshalb der Abschlussbericht ggf. in geeigneter Form veröffentlicht werden soll.

 

Projektnehmer: ARBEIT UND LEBEN Bildungsvereinigung Sachsen-Anhalt e. V.
Projektende: 31.03.2017

Der Arbeit und Leben Sachsen e. V. (AuL) führt das Projektes INTEGRATIV durch, bei dem in enger Kooperation mit Jobcenter und Kommune in einem neuartigen Ansatz die Langzeitarbeitslosen in der Gemeinde Neukieritzsch (und im Projektverlauf weiterer benachbarter Gemeinden) sowie als Vergleichsgruppe Langzeitarbeitslose aus dem Landkreis Leipzig im Rahmen des Projektes betreut werden.

Es ist vorgesehen, in einem mehrstufigen Verfahren zunächst individuelle Eignungen bzw. Kompetenzen sowie Problemlagen der Teilnehmer festzustellen, um im Anschluss diverse qualifikatorische Module, welche von Aktivierung über Kommunikation, Ernährung und motorischem Training bis hin zu Berufsbildern wie z. B. Verkauf/Lagerwirtschaft, Bürokommunikation oder Metall/Holz reichen. Hierbei sollen die Teilnehmer je nach individuellem Bedarf bzw. der Verfügbarkeit von Anschlusspraktika eines oder mehrere Module absolvieren, bis sie dann in Phase 2 in Unternehmenspraktika vermittelt werden, die im Bedarfsfall durch entsprechende Qualifizierungsbausteine flankiert werden. 

In der 3. Projektphase, in der die vermittelten Teilnehmer von den Unternehmen übernommen werden, sollen beide Seiten weiter durch die Projektmitarbeiter betreut werden, um so eine möglichst hohe Erfolgsquote zu erreichen und in Konfliktfällen zu moderieren. Auch soll für Teilnehmer, bei denen aus objektiven Gründen eine Integration in Erwerbsarbeit nicht möglich ist, eine gesellschaftliche Einbindung durch beispielsweise Bundesfreiwilligendienst oder ehrenamtliche Tätigkeiten gefunden werden.

Projektnehmer: Zentrum für Sozialforschung Halle e. V..
Projektende: 15.07.2014

Das ZSH führt die wissenschaftliche Begleitung des Projektes INTEGRATIV des Arbeit und Leben Sachsen e. V. (09/14)durch.

Ausgehend von den bei bisher erfolgten wissenschaftlichen Begleitungen gewonnenen Erkenntnisse – gerade auch was einen Ergebnistransfer anbelangt – soll nunmehr auch das ähnlich gelagerte Projekt INTEGRATIV wissenschaftlich begleitet und evaluiert werden. Während es vorher um die Integration jüngerer Langzeitarbeitsloser ging, sollen bei INTEGRATIV sämtliche Langzeitarbeitslose einer Gemeinde in enger Kooperation mit Jobcenter und Kommune betreut und entsprechend ihrer individuellen Problem- bzw. Bedarfslagen gefördert werden.

Die wissenschaftliche Begleitung soll in eine Veröffentlichung münden.

Projektnehmer: Stralsunder Innovation Consult GmbH
Projektende: 31.03.2018

Die Stralsunder Innovation Consult GmbH (SIC) führt das Projekt Aktivitätenzentrum Stralsund Knieper-West durch. Es widmet sich der Aktivierung von Langzeitarbeitslosen vorwiegend im  Stadtteil Knieper-West, einer von Wohnblocks geprägten Siedlung der 60er bis 80er Jahre. 

Während der Projektlaufzeit von drei Jahren sollen sich zwei qualifizierte Projektmitarbeiter und eine Hilfskraft um jährlich 60 Langzeitarbeitslose kümmern, wobei als Ziel mindestens 10 % der Teilnehmer in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vermittelt werden sollen. Hierbei wird jedoch seitens der SIC darauf hingewiesen, dass in Anbetracht der vielfach stark verfestigten Strukturen (multiple Vermittlungshemmnisse) der ins Auge gefassten Teilnehmer auch Erfolgserlebnisse „unterhalb“ einer regulären Beschäftigung als positive Projektergebnisse angesehen werden müssen.

Die Projektteilnehmer sollen vorwiegend über das Jobcenter, aber auch über Wohnungsbau-gesellschaften, Vereine und Öffentlichkeitsarbeit für das Vorhaben gewonnen werden, die Projektarbeit sieht folgende Bausteine vor:

  • Beschäftigung in Form von Nachbarschaftshilfe, Gemeinschaftsgärten, an Schulen etc,. sowie Arbeit in Werkstätten zur Erfahrung von Nützlichkeit und für erste Qualifizierungsaspekte bzw. zur Eignungsfeststellung,
  • Freizeitaktivitäten sowie gesundheitsfördernde Maßnahmen,
  • Persönliche Gespräche, Coaching, Selbsthilfe, Problembewältigung,
  • Unterstützung beim Übergang in Qualifizierung, Praktika, Erwerbstätigkeit.

Das Angebot soll durch ein möglichst großes Netzwerk aus Kooperationspartnern wie Job-center, Kreishandwerkerschaft, Bildungseinrichtungen, kommunale Ämter, Gewerkschaften, Vereine etc. abgesichert werden, um möglichst in allen individuellen Problem- bzw. Bedürfnislagen Abhilfe schaffen respektive ein Angebot machen zu können. 

Auch wenn die Vermittlung in Beschäftigung (neben der Aktivierung von Alltagskompetenz und der Wiedereinbindung in soziale Bezüge) nicht das alleinige Ziel des Projektes ist, soll gleichwohl mit Hilfe der Kreishandwerkerschaft, der Stralsunder Wohlfahrts GmbH, des Stralsunder Mittelstandsvereins und der Gewerkschaften möglichst vielen Teilnehmern ein Angebot für Arbeitserprobungen und Praktika gemacht werden. Zudem ist vorgesehen, im Falle von Einstellungen den erreichten Erfolg durch eine fortdauernde Betreuung abzusichern. 

Es ist weiterhin eine Verbleibskontrolle vorgesehen, welche angesichts der dreijährigen Laufzeit zumindest für die Teilnehmer der ersten zwei Jahre recht valide Ergebnisse liefern dürfte.

Projektnehmer: ARBEIT UND LEBEN Bildungsförderwerk GmbH, Magdeburg
Projektende: 31.07.2017

Die ARBEIT UND LEBEN Bildungsförderwerk GmbH (AUL) führt das Projekt Polytechnisches Zentrum (PTZ) – Folgeprojekt durch. Mit dessen Hilfe wird Schülern der Klassen 8 und 9 der drei kooperierenden Sekundarschulen Unterstützung bei der Berufsorientierung gegeben. Dies soll in Ergänzung zum schulischen Unterricht des Faches Wirtschaft/Technik durch praxisnahes Arbeiten sowie durch außerschulische Berufsorientierung erreicht werden, die in enger Anbindung an die Schulen unterrichtsbegleitend teilweise in den Schulen selbst und teilweise am Standort Schkopau der AUL mit seinen Lehrwerkstätten erfolgen soll.

Ausgehend von der Feststellung, dass einerseits die von der Wirtschaft nachgefragten Berufe und die Berufswünsche Jugendlicher oftmals auseinanderklaffen und dass andererseits die Chancen von Hauptschülern auf dem Ausbildungsmarkt aus unterschiedlichen Gründen nicht optimal sind, soll hier eine gezielte Förderung der Schüler erfolgen. Aufbauend auf den Erfahrungen und der ausgesprochen positiven Resonanz aus dem Vorläuferprojekt 04/12 wird das PTZ für weitere zwei Jahre angeboten. 

Ziel des Vorhabens ist es, durch eine verbesserte, praxisorientierte Berufsorientierung die Zahl der Ausbildungsabbrüche zu senken und die Chancen von Hauptschülern auf einen Ausbildungsplatz zu erhöhen; darüber hinaus sollen Mädchen für technische Berufe interessiert und Unternehmen für eine Beteiligung am Projekt gewonnen werden.

Hierbei liegen die Schwerpunkte der Projektumsetzung auf 1. einer verbesserten Berufsorientierung durch berufsvorbereitenden praktischen Unterricht in kleinen und homogenen Lerngruppen, 2. der gezielten Reflektion der eigenen Stärken der Schüler und dem Aufzeigen der Möglichkeiten am Übergang von der Schule zum Berufsleben, sowie 3. der Begegnung mit Unternehmen unter dem Stichwort Unternehmer-Schüler-Stammtisch.

Im Vergleich zu anderen Instrumenten der Berufsorientierung, welche eher punktuell wirken, ist das PTZ ein auf Dauer angelegter Prozess, bei dem die Schüler für zwei Jahre begleitet und in ihrer Berufswahlentscheidung unterstützt werden. Konkret sollen drei Sekundarschulen des Saalekreises mit ca. 200 Schülern der 8.und 9. Klassen einbezogen werden. Die Unterrichtseinheiten des PTZ finden alle zwei Wochen in den Berufsfeldern Elektrotechnik, Metallbearbeitung, Körperpflege, Verkauf, Lager/Logistik, Farbtechnik und Holztechnik statt.

Projektnehmer: Zentrum für Sozialforschung Halle e. V.
Projektende: 30.09.2017

In Absprache mit der Arbeit und Leben Bildungsförderwerk GmbH begleitet das Zentrum für Sozialforschung Halle e. V. (ZSH) das Projektes PTZ wissenschaftlich, wobei zusätzlich die Erfahrungen aus dem ersten Projektabschnitt mit berücksichtigt werden. 

Im Rahmen dieser wissenschaftlichen Begleitung soll 1. das Projekt laufend begleitet werden und hierbei Hinweise bzw. Empfehlungen zur Feinsteuerung gegeben werden, 2. bei Bedarf der Stiftung Neue Länder Zwischenberichte- bzw. Informationen zu Verlauf und Erfolgen des Projektes erstattet werden und 3. die Ergebnisse in Form eines Abschlussberichtes aufbereitet werden, um diesen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft sowie der interessierten Öffentlichkeit insbesondere im Hinblick auf eine Transferperspektive zur Verfügung zu stellen.

Hierbei werden die inhaltlichen Schwerpunkte wie folgt gesetzt: Entwicklung der Berufswünsche der Teilnehmer sowie der Beitrag des Projektes zu deren Konkretisierung, Einschätzung der Beteiligten hinsichtlich der Lernangebote, Einschätzung der Beteiligten hinsichtlich der Förderung zusätzlicher Kompetenzen durch das Projekt, Beitrag des Projektes zur Vernetzung mit Unternehmen, Erwartungen der Wirtschaft und schließlich Mehrwert gegenüber anderen Vorhaben der Berufsorientierung. 

Das ZSH bearbeitet folgende Arbeitspakete, um das Vorhaben zu realisieren:

  • Entwicklung eines Kriterienkatalogs für den Projekterfolg,
  • Rekapitulation des Ausgangsstandes unter Berücksichtigung des Vorläuferprojektes,
  • Regelmäßige Befragungen der teilnehmenden Schüler,
  • Ggf. nachfassende Befragung der ehemaligen Teilnehmer (10. Klassen),
  • Laufende Begleitung der Projektarbeit,
  • Expertengespräche zu Wünschen von Unternehmen, Agentur für Arbeit etc.,
  • Öffentlichkeitsarbeit und Ergebnistransfer, Abschlussbericht,
  • Projektsteuerung.

Projektnehmer: IMU-Institut Berlin GmbH
Projektende: 31.08.2015

Die IMU-Institut Berlin GmbH erstellt eine Studie zur Operationalisierung des Begriffs der „Produktivität“, insbesondere unter dem Aspekt seiner arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitischen Bedeutung sowie als Kennziffer für den Vergleich zwischen Ost- und Westdeutschland.

Ziel der Studie soll allgemein sein, 1. Ursachen von Produktivitätsunterschieden unter regionalen, branchen- und betriebswirtschaftlichen Aspekten zu untersuchen, 2. Aussagekraft und Zusammenhang unterschiedlicher Produktivitätskennziffern herauszuarbeiten, 3. Korrelationen zwischen Produktivität einerseits und der Entwicklung von Anzahl und Qualität von Arbeitsplätzen andererseits zu darzustellen sowie 4. hieraus abgeleitet Handlungsempfehlungen für arbeits(markt)politische Akteure sowie die interessierte Öffentlichkeit zu entwickeln.

Innerhalb der vorstehend skizzierten übergeordneten Ziele wird sich die Studie vertiefend vor allem den ökonomischen, betriebswirtschaftlichen und unternehmensstrategischen Aspekten des Umgangs mit dem Produktivitätsbegriff sowie dessen Bedeutung in der regionalwirtschaftlichen Diskussion und im Branchenvergleich widmen

Das methodische Vorgehen wird sich vorwiegend auf Material- und Dokumentenanalysen stützen, wobei auch einzelne Experteninterviews vorgesehen sind. In zwei internen Workshops sollen in Zwischenschritten die gewonnenen Erkenntnisse diskutiert und schließlich in einem dritten, öffentlichen Workshop am Projektende vorgestellt werden. Schließlich soll ein Abschlussbericht erstellt werden, welcher in geeigneter Weise veröffentlicht wird.

Projektnehmer: Dr. Felix Erler
Projektende: 30.11.2015

Herr Dr. Erler erstellt eine Kurzstudie zum Thema Anforderungsprofile für Mitarbeiter bei ostdeutschen Automobilzulieferern im Wandel durch OEM-Einkäuferinstrumente, OEM-Modulstrategien und OEM-Plattformstrategien: Erklärungen und Empfehlungen.

Ausgehend von der Feststellung, dass der Fachkräftemangel ein zunehmendes Problem auch für die ostdeutsche Automobilindustrie und ihre Zulieferer darstellt, soll mit der beantragten Studie der Versuch gemacht werden, Anforderungsprofile für (zukünftige) Mitarbeiter zu erarbeiten, welche – so die Hypothese – geprägt sind von der hohen Innovationsgeschwindigkeit, dem scharfen Wettbewerb (noch verstärkt durch die Globalisierung) und dem hohen Kostendruck in dieser Branche. Hierbei sollen die drei Entwicklungstendenzen der Automobilindustrie: Einkaufsmacht der Hersteller, Variantenvielfalt und Plattformstrategie in besonderer Weise Berücksichtigung finden, da diese zu hohen Anforderungen an Qualifikation und Flexibilität der Mitarbeiter führen.

Dr. Erler beabsichtigt, einerseits bereits vorhandene Daten, für die er ausführliche Interviews mit 93 Betrieben der ostdeutschen Automobilzulieferindustrie geführt hat, hinsichtlich des Untersuchungsgegenstandes auszuwerten, zusätzlich soll entsprechende Sekundärliteratur herangezogen werden. Hieraus sollen 5 Feststellungen zur zukünftigen Entwicklung der Automobilzulieferindustrie in Ostdeutschland sowie die sich hieraus ergebenden Anforderungen an die Mitarbeiter destilliert werden, die wiederum in Schlussfolgerungen und Empfehlungen für Personalverantwortliche, politische Entscheidungsträger und sonstige Interessierte Akteure münden.

Projektnehmer: IMU-Institut Berlin GmbH
Projektende: 30.11.2015

Die IMU Institut Berlin GmbH erstellte eine Machbarkeitsstudie zum Thema Arbeit und Beschäftigung in der modernen Produktion (Industrie 4.0).

Hintergrund war das gemeinsame Vorhaben von VDMA und IG Metall, beim BMWi (Beauftragte für die Neuen Bundesländer) einen Antrag für ein ambitioniertes Trans-ferprojekt zum Thema „Industrie 4.0 im Maschinenbau in Ostdeutschland“ zu stellen, welches ebenfalls durch die IMU Institut Berlin GmbH realisiert werden soll. Die geförderte Machbarkeitsstudie sollte diesen Projektantrag einerseits vorbereiten bzw. begleiten, insbesondere aber die arbeits- beschäftigungs- und qualifikationsbezogenen Aspekte des Themas Industrie 4.0 herausarbeiten, um diese dann entsprechend bei dem geplanten Transferprojekt berücksichtigen zu können.

Das IMU Institut hat hierzu die mittlerweile kaum noch überschaubare Zahl von Studien und Veröffentlichungen zum Thema Industrie 4.0, welche zum Teil zu durchaus gegensätzlichen Ergebnissen in Bezug auf deren Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung und die Beschäftigung gerade in Ostdeutschland kommen, hinsichtlich deren beschäftigungsrelvanter Aspekte zusammengefasst bzw. zu verdichtet. Hieraus wurden entsprechende Handreichungen bzw. Materialien für Sozialpartner und weitere interessierte Akteure entwickelt.

Konkret wurde folgendes Vorgehen gewählt: 1. Akquisition von 30-50 Betrieben für ein aufzubauendes Netzwerk, 2. Erarbeitung von Informationsmaterialien, 3. Durchführung einer Befragung in den Betrieben, 4. Durchführung eines Workshops mit den Betrieben des Netzwerks zur Diskussion der Ergebnisse aus Schritt 2 und 3, sowie 5. Erstellung eines Abschlussberichtes zur Zusammenfassung der Ergebnisse und Aussagen über die Machbar-keit des Transferprojektes.

Projektnehmer: Bildungs-, Technologie- und Handelsgesellschaft mbH Eisleben (BTH)
Projektende: 31.03.2017

Die Bildungs-, Technologie- und Handelsgesellschaft mbH Eisleben (BTH) realisiert einen weiteren Durchlauf des Projektes Fachkräftesicherung durch Qualifizierung im Landkreis Mansfeld-Südharz

Grund für die Verlängerung ist zum einen die Tatsache, dass es bislang gelungen ist, zahlreiche offene Stellen bei Unternehmen zu akquirieren und diese in Kombination mit intensiver Betreuung und Qualifizierungsbausteinen mit Langzeitarbeitslosen zu besetzen. Zum anderen wurde erkannt, dass in einigen Fällen eine weitergehende Betreuung der vermittelten Arbeitnehmer wünschenswert und hilfreich ist, um Konflikte zu moderieren und eine Festigung der Teilnehmer zu erreichen. Das Vorgehen im beantragten Verlängerungszeitraum entspricht weitestgehend dem bisherigen Projektdesign: 

  • Einerseits sollen Arbeitslose (speziell unter 35 Jahre ohne Berufsabschluss und über 50 mit Berufsabschluss, aber auch solche ohne Leistungsbezug) mit Hilfe von individuellen (Zusatz-) Qualifizierungen im Kontakt bzw. in Abstimmung mit potentiell interessierten Unternehmen zu einer Arbeitsaufnahme ertüchtigt werden.
  • Andererseits ist geplant, die teilnehmenden Unternehmen (KMU) auf die in Zeiten des demographischen Wandels zunehmende Bedeutung von Personalentwicklung hinzuweisen und hierbei auch konkrete Vorschläge bzw. Pläne für die innerbetriebliche Qualifikation zu erarbeiten.

Neben der intensiven Begleitung der arbeitslosen Teilnehmer, um deren soziale Kompetenzen zu stärken und individuelle Problemlagen zu bearbeiten setzt das Vorhaben vor allem auf die enge Kooperation mit den teilnehmenden Unternehmen, in deren Betrieben die Qualifikationsmodule zu 50 % stattfinden sollen - die anderen 50 % sollen beim jeweiligen Bildungsträger absolviert werden. Es liegen bereits jetzt LOIs von 39 Unternehmen der Region für die Kooperation im Projekt vor, die zudem erklärten, kurz- bis mittelfristig Bedarf an 134 qualifizierten Mitarbeitern zu haben. Aufgrund dieser konkret nach Beruf benannten Bedarfe bestehen gute Voraussetzungen, dass die (bislang arbeitslosen) Teilnehmer auch mit hoher Wahrscheinlichkeit nach erfolgreicher Qualifizierung übernommen werden. Erfolgversprechend erscheint zudem der Ansatz, im Rahmen der innerbetrieblichen PE-Beratung Arbeitnehmer für anspruchsvollere Tätigkeiten zu qualifizieren, um im Gegenzug einfachere Arbeitsplätze für bislang arbeitslose Teilnehmer freizumachen.

Die Antragstellerin hat sich zum Ziel gesetzt, im Laufe der 18-monatigen Projektlaufzeit 75 neue Mitarbeiter (aus Arbeitslosigkeit) für die Unternehmen zu gewinnen, wobei hierzu geplant ist, zunächst 125 Teilnehmer in enger Kooperation mit der Agentur für Arbeit für die Aktivierungsphase auszuwählen.

Projektnehmer: Arbeitsloseninitiative Sachsen e. V.
Projektende: 31.01.2017

Die Arbeitsloseninitiative Sachsen e. V. führt mit Hilfe der Stiftung Neue Länder das Projekt Sozialer Arbeitsmarkt Vogtlanddurch. Das Vorhaben richtet sich an – vorwiegend ältere – Langzeitarbeitslose, die aufgrund unterschiedlicher, oft kumulativer Problemlagen zumindest kurzfristig keine Chance auf Integration in den ersten Arbeitsmarkt haben. Es wird sich hierbei vor allem um Menschen handeln, die trotz vorhergehender, intensiver Eingliederungsversuche nach wie vor arbeitslos sind, da sie beispielsweise nur eingeschränkt leistungsfähig, gesundheitlich (physisch/psychisch) beeinträchtigt oder nur gering qualifiziert sind, wobei oftmals weitere Schwierigkeiten wie z. B. Schulden erschwerend hinzukommen können. 

Ausgehend von der Annahme, dass eine Vermittlung in Unternehmen allenfalls längerfristig möglich sein wird, ist geplant, die Teilnehmer, die gemeinsam mit der Agentur für Arbeit identifiziert werden, in ein Anstellungsverhältnis beim Träger mit durchschnittlich 30 Stunden pro Woche zu übernehmen. Die dort ausgeübten Tätigkeiten bewegen sich vorwiegend im öffentlich-sozialen Umfeld des Vereins, konkret im Umweltbereich (Waldarbeiten, Besucherlenkung, Beräumung) und im Sozialbereich (Seniorenhilfe, Jugend- und Freizeitarbeit, Tafel, Sportstätten etc.). Gleichwohl ist aber auch vorgesehen, mit Hilfe von zusätzlichen Qualifikationsbausteinen eine spätere Vermittlung auf den ersten Arbeitsmarkt vorzubereiten, sofern dies bei einzelnen Teilnehmern aussichtsreich erscheint.

Die Teilnehmer erhalten durch die Perspektive eines festen Arbeitsplatzes die Möglichkeit sozialer und gesellschaftlicher Teilhabe. Damit besteht für sie die Möglichkeit, sich (wieder) in die Strukturen des Arbeitslebens einzugewöhnen und so möglicherweise längerfristig auch wieder auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

Projektnehmer: IMU-Institut Berlin GmbH
Projektende: 31.03.2015

Die IMU Institut Berlin GmbH führt das Projekt Green Jobs in der Metallindustrie durch. Das Vorhaben beabsichtigt im Rahmen eines transnationalen Wissens- und Erfahrungsaustausches neue Anforderungen an Qualifikation und Kompetenzentwicklung in Unternehmen des Landes Brandenburg zu identifizieren und im Weiteren geeignete Fortbildungsmodule zu entwickeln und diese auch pilothaft zu erproben. Hierbei wird davon ausgegangen, dass neue Anforderungen wie ganz allgemein nachhaltiges Wirtschaften, CO 2-Reduzierung, ressourcenschonendes Produzieren, Energieeffizienz und Prozesseffizienz naturgemäß auch neue Anforderungen an die Qualifikation der Mitarbeiter aber auch ganz allgemein an die Unternehmenskultur und das betriebliche Denken stellen – dieses Bewusstsein zu fördern und entsprechendes Handeln zu implementieren ist letztendlich Ziel des Projektes. 

Die konkrete Umsetzung soll dergestalt erfolgen, dass zunächst über Studienreisen zu zwei einschlägigen, etablierten Netzwerken in Schweden und Österreich Erfahrungen gesammelt werden, die dann in mehreren Workshops mit Akteuren aus Brandenburg und Polen (Branchennetzwerk profil.metall, beteiligte Bildungsträger, IG Metall, Lubuski Klaster Metalowy Gorzow, Solidarnosc) ausgewertet und vertieft und schließlich in Qualifizierungsbausteine eingebracht werden sollen. Zudem soll ein allgemeines Anforderungsprofil zum Thema erstellt und als Handreichung publiziert werden. Schließlich ist vorgesehen, die Ergebnisse einer interessierten Fachöffentlichkeit zu präsentieren und durch den Aufbau stabiler Partnerschaften und Kommunikationswege deren weitere Nutzung sicherzustellen.

Projektnehmer: Zentrum für Sozialforschung Halle e. V..
Projektende: 15.07.2014

Das Zentrum für Sozialforschung Halle e. V. (ZSH) erarbeitet eine Studie zum Thema „Im Zeichen des Fachkräftemangels – neue Entwicklungen im Agieren vor allem jüngerer Arbeitnehmer speziell am ostdeutschen Arbeitsmarkt“.

Zweck der Studie ist es, zu eruieren, ob und inwieweit jüngere Arbeitnehmer in Ostdeutschland andere bzw. neue Verhaltensweisen respektive Erwartungshaltungen in Bezug auf Erwerbstätigkeit und Arbeitsplätze haben. Hierbei sollen vor allem Erkenntnisse zu folgenden Fragestellungen gewonnen werden:

  • Existieren Generationsunterschiede hinsichtlich der Erwartungen an die Vertragskonditionen?
  • Was ist jungen Arbeitnehmern beim Berufseinstieg wichtig und nach welchen Kriterien entscheiden sie sich für oder gegen einen Arbeitgeber?
  • Was macht potentielle Arbeitgeber attraktiv oder eben nicht?
  • Entwicklung von Entgeltstrukturen innerhalb der Unternehmen.
  • Eventuelle Barrieren bei der Tarifbindung bzw. der Bildung von Interessenvertretungen in den Unternehmen.

Die für die Studie erforderlichen Erkenntnisse sollen einerseits über Gruppendiskussionen in zwei Branchen (Metall- und Bauindustrie) und andererseits durch Experteninterviews gewonnen werden. Die Gruppendiskussionen sollen jeweils ca. 10 – 15 Akteure aus Gewerkschaften und Betrieben umfassen, wobei zur Validierung der Ergebnisse auch eine Kontrollgruppe aus Niedersachsen durchgeführt werden soll. Die Experteninterviews sollen mit relevanten Arbeitsmarktakteuren wie Vertretern der Agentur für Arbeit, Arbeitsrechtlern, Arbeitsrichtern und Vertretern von Weiterbildungseinrichtungen geführt werden.

Projektnehmer: OUTLAW gGmbH
Projektende: 31.12.2014

Die Outlaw gGmbH führt 5 Kreativ- bzw. Kunstprojekte für junge Strafgefangene in drei Justizvollzugsanstalten der Region Riesa durch: Ein Photoprojekt, RAP IM KNAST, ein Videoprojekt, Akrobatik hinter Gittern und ein Literaturprojekt (Hintergrund ist die Übernahme des Klinke e. V. in die Trägerschaft der Antragstellerin, der seit mehreren Jahren derartige Projekte in Kooperation mit den JVAen realisiert hatte). Ziel der einzelnen Projekte ist es, vielfältige Defizite, welche bei jugendlichen Straffälligen üblicherweise vorkommen: Emotionale, beruflich-schulische, gesundheitliche Defizite und oftmals eine Tendenz zu rechtem Gedankengut, mindestens teilweise abbauen zu helfen und darüber hinaus die ja durchaus vorhandenen positiven persönlichen Ressourcen durch die gemeinsame Arbeit und daraus resultierende Erfolgserlebnisse zu wecken und zu stärken. Insofern geht es letztendlich darum, die Resozialisierung der Jugendlichen zu unterstützen und sie auf die Zeit nach der Haftentlassung vorzubereiten, die möglichst zu einer Wiedereingliederung in die Gesellschaft und die Arbeitswelt führen soll. Die einzelnen Projekte sind praxisnah angelegt, um den Teilnehmern die Auseinandersetzung mit sich selbst, aber auch den Anderen, die konkrete Arbeit an einem Produkt/Werk (Buch, Video, Photo, Musikstück, Akrobatik) zu ermöglichen, den Umgang mit Misserfolgen und eben auch das Erfahren von Zustimmung, Wertschätzung und Erfolg zu ermöglichen.

Projektnehmer: „Dau wat“ e. V. Rostock
Projektende: 31.12.2014

Der „Dau wat“ e.V. Rostock führt auch im Jahr 2014 die Arbeitslosenberatung weiter, wobei er durch die SNL unterstützt wurde.

Der Verein widmet sich seit 1991 der Information, Beratung und Betreuung von Erwerbslosen bzw. von Erwerbslosigkeit bedrohter Personen. Hierzu wird zum einen mit dem Treffpunkt „Dau wat“ ein Anlaufpunkt in Rostock unterhalten. Zum anderen ist der Verein bemüht, entsprechende personelle Strukturen vorzuhalten.

Das Wirkungsspektrum des Vereins umfasst hierbei sowohl Informationen über die bzw. Beratungen zu den Instrumenten der sozialen Sicherung nach SGB II bzw. III als auch Motivierung und praktische Hilfestellung bei den Bemühungen um Wiedereingliederung in den 1. Arbeitsmarkt bzw. Verbesserung der Integrationschancen.

Im Einzelnen umfassen die Aktivitäten des Vereins:

  • Durchführung zielgruppenorientierter Informationsveranstaltungen zu Änderungen im Arbeits- und Sozialrecht sowie arbeitsmarktpolitischen Förderinstrumenten,
  • Beteiligung an regionalen Netzwerken im Hinblick auf Abbau von Vermittlungshemmnissen und Verbesserung der Vermittlungschancen,
  • Individuelle Beratung und Unterstützung im Zusammenhang mit Bewerbungen.

Projektnehmer: Bildungs-, Technologie- und Handelsgesellschaft mbH Eisleben
Projektende: 31.09.2015

Die Bildungs-, Technologie- und Handelsgesellschaft mbH Eisleben (BTH) realisiert das Projekt Fachkräftesicherung durch Qualifizierung im Landkreis Mansfeld-Südharz.

Das Projekt verfolgt sein Ziel mit Hilfe von drei Bausteinen:

  1. und vor allem sollen Arbeitslose (speziell unter 35 Jahre ohne Berufsabschluss und über 50 mit Berufsabschluss) mit Hilfe von individuellen (Zusatz-) Qualifizierungen im Kontakt mit potentiell interessierten Unternehmen zu einer Arbeitsaufnahme ertüchtigt werden.
  2. ist geplant, die teilnehmenden Unternehmen (KMU) auf die in Zeiten des demographischen Wandels zunehmende Bedeutung von Personalentwicklung hinzuweisen und hierbei auch konkrete Vorschläge bzw. Pläne für die innerbetriebliche Qualifikation zu erarbeiten.
  3. sollen Daten von abgewanderten Arbeitnehmern erhoben und diese mit konkreten Hinweisen auf Beschäftigungsmöglichkeiten für eine Rückkehr interessiert werden.

Neben der intensiven Begleitung der arbeitslosen Teilnehmer, um deren soziale Kompetenzen zu stärken und individuelle Problemlagen zu bearbeiten setzt das Vorhaben vor allem auf die enge Kooperation mit den teilnehmenden Unternehmen, in deren Betrieben die Qualifikationsmodule zu 50 % stattfinden sollen - die anderen 50 % sollen beim jeweiligen Bildungsträger absolviert werden. Aus heutiger Sicht ist geplant, 20 bis 30 Unternehmen der Region für die Kooperation im Projekt zu gewinnen. Auf diese Weise werden die Voraussetzungen geschaffen, dass die (bislang arbeitslosen) Teilnehmer auch mit hoher Wahrscheinlichkeit nach erfolgreicher Qualifizierung übernommen werden. Erfolgsversprechend erscheint zudem der Ansatz, im Rahmen der innerbetrieblichen PE-Beratung Arbeitnehmer für anspruchsvollere Tätigkeiten zu qualifizieren, um im Gegenzug einfachere Arbeitsplätze für bislang arbeitslose Teilnehmer freizumachen.

Die Antragstellerin hat sich zum Ziel gesetzt, im Laufe der 15-monatigen Projektlaufzeit 50 neue Mitarbeiter (aus Arbeitslosigkeit bzw. Rückkehrer) für die Unternehmen zu gewinnen, wobei hierzu geplant ist, zunächst 100 Teilnehmer in enger Kooperation mit der Agentur für Arbeit für die Aktivierungsphase auszuwählen.

Projektnehmer: Dr. Antje Blöcker, Dr. Heinz-Rudolf Meißner
Projektende: 30.09.2015

Frau Dr. Antje Blöcker und Herr Dr. Heinz-Rudolf Meißner erstellen eine Studie zum Thema Arbeitskräftesicherung in der ostdeutschen Automobilindustrie.

Ausgehend von der großen Bedeutung der Automobilindustrie und ihrer Zulieferer für die ostdeutschen Bundesländer und dem Befund rapider (globaler) Veränderungen im Produktionssektor aber auch bei den Produkten selbst wird vor dem Hintergrund des demografischen Wandels untersucht, ob bzw. wie die Unternehmen bereits jetzt Strategien entwickelt haben, auch in Zukunft ausreichend qualifiziertes Personal gewinnen zu können respektive – hieraus abgeleitet – entsprechende Handlungsempfehlungen erarbeitet wurden.

Konkret wird für die folgenden Themenfelder der aktuelle Stand der Forschung ermittelt und – hierauf aufbauend – durch eigene Recherchen bzw. Erhebungen ergänzt:

  • Zukunftstrends der globalen Automobilindustrie sowie deren Bedeutung für die ostdeutsche Automobilindustrie.
  • Besonderheiten der ostdeutschen Automobilindustrie.
  • Beschäftigungswirkungen und Qualifizierungserfordernisse in Innovationsfeldern der Automobilindustrie, insbesondere Elektrifizierung.
  • Aus- und Weiterbildungssituation sowie Facharbeitermangel in der ostdeutschen Industrie.

Die Studie und ihre Ergebnisse sollen in einer Publikation der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

Projektnehmer: Neue Arbeit Chemnitz e. V.
Projektende: 30.05.2016

Der Verein „Neue Arbeit Chemnitz“ e. V. führt das Projekt Demenzservicezentrum Chemnitz für zwei weitere Jahre fort, um so eine Konsolidierung der Einrichtung zu erreichen. Im Rahmen der Projekte „Fit durch neue Arbeit im Gesundheitswesen“ und „Demenzservicezentrum Chemnitz“ wurde durch die SNL der innovative Ansatz gefördert, zwei drängende Problemlagen im Rahmen eines Projektes zu bearbeiten: So wurden zum einen Langzeitarbeitslose qualifiziert, sich auf dem Berufsfeld der Pflegebegleitung eine neue Berufsperspektive zu schaffen, zum anderen wurden so für die zunehmende Zahl von Dementen bzw. deren pflegende Angehörige Unterstützungskapazitäten insbesondere auf dem – relativ neuen – Feld der Pflegestufe 0 geschaffen. Das Projekt wurde im Rahmen einer begleitenden universitären Forschungsarbeit evaluiert, welche in komprimierter Form als Veröffentlichung der OBS/SNL erschienen ist.

Aus arbeitsmarktpolitischer Sicht ist das Vorhaben bislang ausgesprochen erfolgreich: Insgesamt haben 51 Teilnehmer die Qualifizierung erfolgreich absolviert, hiervon haben 9 eine Anstellung im Pflegebereich gefunden, 2 machten sich selbständig, 3 bereiten ihre Selbständigkeit vor und 22 sind derzeit im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung im Pflegebereich tätig. Nicht zuletzt um diese 22 Beschäftigten geht es auch in der Konsolidierungsphase: Sie sind derzeit die Personalressource, aus der heraus der Neue Arbeit Chemnitz e. V. im Rahmen des Demenzservicezentrums seine Unterstützungsleistungen für Demente und deren Angehörige erbringt. Gleichzeitig bündelt der Verein deren Angebot und bietet bis zu einer eventuellen beruflichen Weiterentwicklung den institutionellen Rahmen und gewährleistet auch die weitere Betreuung der Teilnehmer zur Sicherung der Nachhaltigkeit. Laut Einschätzung des Neue Arbeit Chemnitz e. V. sollte es möglich sein, innerhalb von zwei Jahren durch entsprechende Akquise von Aufträgen eine selbsttragende Einheit zu schaffen und darüber hinaus währenddessen auch noch einzelne Mitarbeiter in entsprechende Anstellungsverhältnisse zu vermitteln.

Projektnehmer: ARBEIT UND LEBEN Bildungsvereinigung Sachsen-Anhalt e. V.
Projektende: 15.08.2016

Der ARBEIT UND LEBEN Bildungsvereinigung Sachsen-Anhalt e. V. (AuL) realisiert das Modellprojekt zur Weiterbildung von pädagogischem Fachpersonal im Bereich der Berufsorientierung in Sachsen-Anhalt. Hierbei wird im Gegensatz zu vielen anderen Projekten der Berufsorientierung bei den Lehrkräften angesetzt, welche die Schüler für mehrere Jahre begleiten und insofern die Schüler besonders nachhaltig bei ihrer Berufswahl unterstützen können. So werden, durch die Entwicklung eines speziellen Curriculums die Lehrkräfte gezielt qualifiziert, so dass sie ihrerseits in die Lage versetzt werden, ihre Schüler bei der Berufswahl zu beraten und zu unterstützen, zudem aber auch die eigene Berufswahlkompetenz der Schüler stärken bzw. wecken können.
Konkret sind sechs Qualifizierungs- und ein Praxismodul (zur probeweisen Anwendung im Unterricht) vorgesehen, als zusätzliches Ergebnis soll gemeinsam mit der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg eine das Lehramtsstudium begleitende Zusatzqualifikation zur Berufsorientierung entwickelt werden. Im Verlauf der 24 monatigen Projektlaufzeit werden die Qualifizierungsmodule entwickelt und an den beiden kooperierenden Schulen realisiert und zur Anwendung gebracht.

Projektnehmer: Gemeinnützige Regionalgesellschaft Usedom-Peene mbH
Projektende: 31.07.2015

Die Gemeinnützige Regionalgesellschaft Usedom-Peene mbH führt ein zweites Projektjahr des Vorhabens Chancendenker – Wege erkennen, Wege gehen (Projekt-Nr. 05/13) durch, mit dessen Hilfe Langzeitarbeitslose mit mehrfachen Vermittlungshemmnissen mobilisiert und somit wieder auf den Weg in Richtung einer Erwerbstätigkeit gebracht werden sollen. Es ist auch weiterhin Ziel des Projektes, die Teilnehmer in geistiger, sprachlicher und körperlicher Hinsicht zu stabilisieren und sie zunächst in die Lage zu versetzen, alltägliche Prozesse selbständig zu absolvieren. Themen wie Suchtproblematik, Schulden, Gesundheitsprävention, Ernährung, Stil und Etikette werden bearbeitet und auf diese Weise die Voraussetzungen für eine aktive Teilnahme am sozialen Leben, Freizeitaktivitäten, ehrenamtlicher Tätigkeit und damit schließlich am Berufsleben geschaffen. Dies geschieht in Einzelgesprächen mit den Integrationsbetreuern, in Gruppenarbeit, mit Hilfe von Dozenten und - zur Arbeitserprobung - in den Werkstätten der Regionalgesellschaft. Flankierend wird das Netzwerk aus Vereinen, Bildungsträgern und Unternehmen mit einbezogen und genutzt, wobei auch weiterhin - sofern die individuellen Voraussetzungen einzelner Teilnehmer dies zulassen – ein verstärktes Augenmerk auf Praktika bzw. Arbeitserprobungen bei regionalen Unternehmen gelegt wird, um so nach Möglichkeit auch eine Vermittlung in Arbeit zu erreichen bzw. vorzubereiten.

Auf der Basis der Erfahrungen des ersten Projektabschnittes (01.08.2013 bis 31.07.2014) wurden die entwickelten bzw. angebotenen Beratungs-/Betreuungsmodule angepasst und ausgeweitet, zudem ist einzelfallbezogen bei extremen Problemlagen auch eine Weiterbetreuung von Teilnehmern aus dem ersten Projektdurchlauf vorgesehen, um erreichte Fortschritte nicht zu gefährden bzw. zu stabilisieren.

Konkret begleiten während der einjährigen Laufzeit des Projektes 2 Integrationsbetreuer  (mit 25 bzw. 30 Stunden pro Woche) erneut 2 Gruppen von 10-12 Langzeitarbeitslosen für jeweils mindestens 6 Monate.

Projektnehmern: Wert.Arbeit GmbH
Projektende: 30.06.2015

Die WERT.ARBEIT GmbH Berlin setzt das Projekt Aktives Altern im Betrieb gestalten um.

Ziel des Vorhabens ist es, vor dem Hintergrund des demographischen Wandels die Beschäftigung (-smöglichkeiten) älterer Arbeitnehmer (und dadurch mittelbar auch älterer Arbeitsloser) zu befördern. Dies soll in Kooperation mit einer breiten Basis relevanter betrieblicher und gewerkschaftlicher Akteure in vier bis fünf Schwerpunktregionen in Brandenburg und Sachsen erreicht werden. So soll in 8 -10 ausgewählten Unternehmen mit Hilfe von Qualifizierungsmodulen für Geschäftsführungen, Personalverantwortliche und Betriebsräte eine demographiesensible Personal- und Unternehmenspolitik etabliert werden; hierbei werden unter Anderem Themen wie alternsgerechtes Arbeiten, Gesundheitsförderung, Kompetenzvermittlung von Älteren an Junge und Vereinbarkeit von Beruf und Familie vermittelt.

Durch regionale Fachdialoge mit Vertretern von Kommunalpolitik und Wirtschaft sollen die gemachten Erfahrungen (im Rahmen von best-practice-Beispielen) einem größeren Interessentenkreis geöffnet werden und damit einen Wissenstransfer ermöglichen. Zudem wird über das erarbeitete betriebliche Instrumentarium eine Dokumentation respektive ein Werkzeugkasten auf Datenträgern sowie im Internet zur Verfügung gestellt.

Publikation zum Projekt: "Aktives Altern in Brandenburg und Sachsen gestalten – Ein Praxisleitfaden"

Projektnehmern: Wert.Arbeit GmbH
Projektende: 30.06.2015

Die WERT.ARBEIT GmbH Berlin setzt das Projekt Aktives Altern im Betrieb gestalten um.

Ziel des Vorhabens ist es, vor dem Hintergrund des demographischen Wandels die Beschäftigung (-smöglichkeiten) älterer Arbeitnehmer (und dadurch mittelbar auch älterer Arbeitsloser) zu befördern. Dies soll in Kooperation mit einer breiten Basis relevanter betrieblicher und gewerkschaftlicher Akteure in vier bis fünf Schwerpunktregionen in Brandenburg und Sachsen erreicht werden. So soll in 8 -10 ausgewählten Unternehmen mit Hilfe von Qualifizierungsmodulen für Geschäftsführungen, Personalverantwortliche und Betriebsräte eine demographiesensible Personal- und Unternehmenspolitik etabliert werden; hierbei werden unter Anderem Themen wie alternsgerechtes Arbeiten, Gesundheitsförderung, Kompetenzvermittlung von Älteren an Junge und Vereinbarkeit von Beruf und Familie vermittelt.

Durch regionale Fachdialoge mit Vertretern von Kommunalpolitik und Wirtschaft sollen die gemachten Erfahrungen (im Rahmen von best-practice-Beispielen) einem größeren Interessentenkreis geöffnet werden und damit einen Wissenstransfer ermöglichen. Zudem wird über das erarbeitete betriebliche Instrumentarium eine Dokumentation respektive ein Werkzeugkasten auf Datenträgern sowie im Internet zur Verfügung gestellt.

Publikation zum Projekt: "Aktives Altern in Brandenburg und Sachsen gestalten – Ein Praxisleitfaden"

Projektnehmern: „Dau wat“ e. V. Rostock
Projektende: 31.12.2016

Der Gewerkschaftliche Arbeitslosenbetreuung „Dau wat“ e. V. Rostock führt die Projekttage für Demokratie und Mitbestimmung durch, ein auf drei Jahre angelegtes Vorhaben, bei dem durch aufsuchende Jugendbildungsarbeit Berufsschüler vor Ort in ihrer Schule zu Themen wie demokratischer Teilhabe und (betriebliche) Mitbestimmung im Sinne einer allgemeinen (arbeitsmarkt)politischen Bildung informiert und sensibilisiert werden sollen. 

Ausgehend vom Befund, dass bei vielen Jugendlichen Tendenzen wie Demokratieabstinenz, Fremdenfeindlichkeit und teilweise auch Rechtsradikalismus nicht unüblich sind, ist vorgesehen, Berufsschulen in ganz Mecklenburg-Vorpommern zu besuchen und dort die Jugendlichen (Berufsvorbereitungsklassen, Berufsfachschüler und Auszubildende) gemeinsam mit ihren Lehrern in Form von speziell erarbeiteten Seminaren und weiterführendem Coaching für ein aktives demokratisches Engagement und Formen sowie Möglichkeiten der Mitbestimmung zu gewinnen. Hierbei sollen die Berufsschulen mit einem Kleinbus, welcher mit Materialien für die Seminare ausgerüstet wird, angefahren werden, Seminare und Coachings werden von speziell geschulten, ehrenamtlichen Mitarbeitern der DGB-Jugend durchgeführt (die aus einer ähnlichen Altersklasse wie die Berufsschüler sind, was die Kommunikation positiv beeinflussen sollte). Besondere Nachhaltigkeit ist zum einen aufgrund der Laufzeit des Projektes, zum anderen aufgrund folgender Bausteine zu erwarten: Wiederkehrende Besuche bei den Berufsschulklassen, Erarbeitung von Unterrichtsmaterialien, die von den Lehrern an den Berufsschulen weiterverwendet werden können und die Konzeption/Erarbeitung einer mobilen Ausstellung über Erfolge und Vorzüge von sozialer Marktwirtschaft und Sozialpartnerschaft. 

Insgesamt ist geplant, im Laufe der drei Jahre landesweit die wesentlichen Berufsschulen - zum Teil mehrfach - aufzusuchen und so ca. 2880 Berufsschüler zu erreichen. Insofern ist zu erwarten, dass auch in einem dünn besiedelten Land wie Mecklenburg-Vorpommern mit dem Projekt Schüler eben nicht nur in den Ballungsräumen sondern auch in der Fläche erreicht werden.

Es handelt sich um ein ausgesprochen sinnvolles Vorhaben, das dazu beitragen kann, auf breiter Ebene demokratisches Bewusstsein und sozialpartnerschaftliches Engagement bei einer Klientel zu fördern, für die eine derartige Unterstützung besonders wichtig sein dürfte und das somit auch einen Gegenpunkt zur vielfach besprochenen Präsenz rechtslastiger Organisationen auf den Schulhöfen setzt. 

     

    Projektnehmern: gemeinnützige Regionalgesellschaft Usedom-Peene mbH
    Projektende: 30.06.2014

    Die Gemeinnützige Regionalgesellschaft Usedom-Peene mbH führt das Projekt Chancendenker – Wege erkennen, Wege gehen durch, mit dessen Hilfe Langzeitarbeitslose mit mehrfachen Vermittlungshemmnissen mobilisiert und somit wieder auf den Weg in Richtung einer Erwerbstätigkeit gebracht werden sollen. 

    Es ist geplant, die Teilnehmer in geistiger, sprachlicher und körperlicher Hinsicht zu stabilisieren und sie zunächst in die Lage zu versetzen, alltägliche Prozesse selbständig zu absolvieren. Themen wie Suchtproblematik, Schulden, Gesundheitsprävention, Ernährung, Stil und Etikette sollen bearbeitet und auf diese Weise die Voraussetzungen für eine aktive Teilnahme am sozialen Leben, Freizeitaktivitäten, ehrenamtlicher Tätigkeit und damit schließlich am Berufsleben geschaffen werden. Dies soll in Einzelgesprächen mit den Integrationsbetreuern, in Gruppenarbeit, mit Hilfe von Dozenten und - zur Arbeitserprobung - in den Werkstätten der Regionalgesellschaft geschehen. Flankierend soll das Netzwerk aus Vereinen, Bildungsträgern und Unternehmen mit einbezogen und genutzt werden, wobei mit der Antragstellerin besprochen wurde, dass - sofern die individuellen Voraussetzungen einzelner Teilnehmer dies zulassen – ein verstärktes Augenmerk auf Praktika bzw. Arbeitserprobung bei regionalen Unternehmen gelegt wird, um so nach Möglichkeit auch eine Vermittlung in Arbeit zu erreichen bzw. vorzubereiten.

    Konkret ist geplant, dass während der einjährigen Laufzeit des Projektes 2 Integrationsbetreuer  (mit jeweils 20 Stunden pro Woche) 2 Gruppen von 10 Langzeitarbeitslosen für jeweils 6 Monate begleiten. 

    Projektnehmern: gemeinnützige Regionalgesellschaft Usedom-Peene mbH
    Projektende: 31.07.2016

    Die Gemeinnützige Regionalgesellschaft Usedom-Peene mbH realisiert das Projekt Ausbildungscoach, dessen Ziel es ist, Auszubildende außerhalb der Berufsschule, also im Ausbildungsbetrieb oder in den Räumlichkeiten der Antragstellerin in verhaltensorientierter und fachtheoretischer Weise zu unterstützen. Hierbei sollen in Kleingruppen (bis zu 6 Auszubildende) individuelle Defizite (beispielsweise im sozialen, persönlichen oder auch im Bereich schulischer Grundkenntnisse) festgestellt werden; im Anschluss sollen gemeinsam Methoden erarbeitet werden, die es den Auszubildenden ermöglichen, diese Defizite möglichst selbständig zu beheben.

    Das Projekt ist auf 3 Jahre ausgelegt, so dass der Coach die Auszubildenden über einen längeren Zeitraum begleiten kann und auf diese Weise ein hohes Maß an Nachhaltigkeit und auch die Möglichkeit zur Erfolgskontrolle gegeben ist. Der Ausbildungscoach soll im Projektzeitraum für 20 Stunden pro Woche tätig werden, die teilnehmenden Auszubildenden werden gemeinsam mit den beteiligten Unternehmen identifiziert, ebenso wie die Inhalte des Coachings. Geplant ist, durchschnittlich 10-12 Auszubildende (in zwei Gruppen je 5-6) pro Jahr zu betreuen, wobei die Verweildauer individuell unterschiedlich sein wird. 

    Es handelt sich um einen ausgesprochen sinnvollen Projektansatz, der geeignet erscheint, die vielfach durch die Wirtschaft beklagte mangelnde Ausbildungsreife der Jugendlichen in einem interaktiven Prozess zu verbessern, eine erfolgreiche Ausbildung zu befördern und dadurch auch die nach wie vor sehr hohe Zahl der Ausbildungsabbrüche zu vermindern (nach einer aktuellen Erhebung der TGS im Rahmen des Projektes 06/10 hat beispielsweise in 45% der befragten Unternehmen des Gastgewerbes in Mecklenburg-Vorpommern mindestens ein Auszubildender – meist auf eigenen Wunsch – den Betrieb vor Ausbildungsabschluss verlassen). 

    Projektnehmer: DSA GmbH
    Projektende: 30.04.2013

    Die DSA - Dienstleistungen für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung GmbH beantragte die Finanzierung einer zweiten Phase des Projektes „ZIEL Zielgerichtete Integration junger Langzeitarbeitsloser“. Inhaltlich geht es darum, junge bzw. jüngere Langzeitarbeitslose zu mobilisieren und (wieder) an die Arbeitswelt heranzuführen, welche teilweise keine Berufsausbildung haben oder im Anschluss an ihre Ausbildung keine Berufserfahrung erwerben konnten. Zusätzlich sollen die in der ersten Projektphase – auch durch die wissenschaftliche Begleitung durch das zsh - gewonnenen Erkenntnisse berücksichtigt werden. 

    Es sollen 24 Teilnehmer über Jobcenter, Jugendsekretäre und weitere Kanäle gewonnen werden, wobei die Verweildauer im Projekt maximal 6 Monate beträgt. Falls nach dieser Zeit keine Integration in den Arbeitsmarkt erreicht wurde, muss zumindest eine konkrete Anschlussperspektive (Ausbildung, Umschulung) veranlasst sein. Der Ablauf im Projekt stellt sich wie folgt dar: auf zwei Monate Einzel- und Gruppenarbeit folgt ein Monat mit individuellen Kurzqualifizierungen, denen sich 3 Monate mit Unternehmenspraktika anschließen.

    Idealerweise soll durch die enge Verzahnung der Teilnehmer mit Betrieben bzw. ausgewählten Repräsentanten (insbes. Betriebsräte) ein hohes Maß an Kontrolle im positiven Sinne, moralischer Verpflichtung und Glaubwürdigkeit hergestellt werden, was bei dem angesprochenen Personenkreis sicherlich auch erforderlich sein wird, um einen Erfolg des Vorhabens zu gewährleisten.

    Die Betreuung der Teilnehmer soll in 3 Gruppen zu je 8 Personen erfolgen, welche zeitlich versetzt starten.

    Die Ergebnisse (bzw. Erkenntnisse aus der wissenschaftlichen Begleitung) der ersten Phase des Projektes ZIEL stimmen hoffnungsvoll, dass das Vorhaben geeignet ist, wenigstens einen relevanten Teil der betreuten langzeitarbeitslosen Jugendlichen wieder für den Arbeitsmarkt zu erschließen. Zudem erscheint ein Transfer von ZIEL aufgrund der Begleitung durch das zsh denkbar, wobei natürlich die personelle Komponente (Betreuungspersonal) von großer Bedeutung ist.

    Projektnehmer: Zentrum f. Sozialforschung Halle e. V.
    Projektende: 30.04.2013

    Projektbeschreibung für Projekt 02/12

    Wissenschaftliche Begleitung des Projektes "ZIEL - Zielgerichtete Integration junger Langzeitarbeitsloser - 2. Phase“ der DSA (Projekt 01/12) durch das Zentrum für Sozialforschung Halle e.V..

    Nach Abschluss dieser 2. Projektphase soll eine Publikation erstellt werden, welche sich insbesondere auch mit Fragen wie dem Mehrwert des Projektes ZIEL gegenüber vorhandenen Instrumenten, dem Lernprozess während der Projektdurchführung sowie übergreifenden Erkenntnissen bzw. den Möglichkeiten eines Transfers auseinandersetzt.

    Projektnehmer: Verein Integration - Beschäftigung und Soziales e. V.
    Projektende: 31.08.2014

    Der Verein Integration – Beschäftigung und Soziales (IBS) beantragte die Förderung des Projektes „Zukunft in der Region - jugend.innovations.zentrum“; es handelt sich bei diesem Vorhaben um eine Verlängerung des Projektes „jugend.innovations.zentrum“ (jiz), nunmehr mit dem Ziel, mit Hilfe einer – abschließenden – zweijährigen Kofinanzierung durch die SNL die dauerhafte Existenz des jiz über einen Förderverein, in dem sich vor allem die Unternehmen der Region engagieren sollen, zu sichern. Dieser Förderverein wurde bereits gegründet und soll im Laufe der 2 Projektjahre zunehmend die Finanzierung sicherstellen und das jiz somit finanziell verselbständigen. 

    Ziel des Projektes ist unverändert die Vorbereitung begabter und interessierter Schüler der 8. bis 10. Klassen des Landkreises auf die von regionalen Betrieben nachgefragten Berufe über die Teilnahme an nunmehr 5 verschiedenen Interessengemeinschaften (Elektrotechnik/Maschinenbau, Elektronik/Informatik, Marketing/Handel und Sprachen, Haustechnik/Handwerk und neu Nahrungswirtschaft und Gastronomie). Parallel hierzu werden die Schüler der vorangegangenen Projektjahre wie vorgesehen weiterhin begleitet, so daß insgesamt 6 Matrikel (vier aus den bisherigen Projektabschnitten und 2 für die Schuljahre 2012/13 und 2013/14) betreut werden sollen. Von den 212 Schülern, welche sich in den bisherigen vier Matrikeln engagierten, haben 42 eine Fördervereinbarung mit einem der kooperierenden Unternehmen abgeschlossen, 19 Schüler des ersten Jahrgangs wurden in einen Ausbildungsplatz vermittelt. Wie bereits im letzten – noch bis zum 31.08.2012 unter der Projektnummer 07/11 laufenden – Abschnitt werden sämtliche Schulen des Landkreises einschließlich der 6 Ganztagesschulen einbezogen und teilweise mit der mobilen Technik des jiz angefahren. Somit werden die 5 obengenannten Interessengemeinschaften erneut an 11 Standorten angeboten, um wie bisher 60 interessierten und geeigneten Schülern (pro Jahrgang) die Teilnahme am jiz zu ermöglichen; zusätzlich werden sämtliche Schüler (ca. 1010) der 9. Klassen in die Berufsorientierungsberatung einbezogen. 

    Prinzipiell hat sich an der Zielrichtung des Projektes gegenüber den bisherigen Abschnitten nichts geändert:

    Es geht neben der Unterstützung bei der Frage der Berufswahl vor allem auch darum, die Schüler zu einem Verbleib in der Region zu ermuntern und durch Fördervereinbarungen mit den in Frage kommenden Unternehmen zusammenzubringen. Im Idealfall kann so durch Aufzeigen interessanter Berufsperspektiven in der heimatlichen Region Abwanderung verhindert und ein leistungsfähiger Fachkräftenachwuchs für die Unternehmen aufgebaut werden. Die geschlossenen Fördervereinbarungen zwischen Schülern und Betrieben sollen ganz konkret in Ausbildungsplätze bzw. duale Studienplätze münden. 

    Projektnehmer: Arbeit und Leben Sachsen-Anhalt e.V.
    Projektende: 05.09.2015

    Der ARBEIT UND LEBEN Bildungsvereinigung Sachsen-Anhalt e. V. (AUL) beantragt die Unterstützung des Projektes Polytechnisches Zentrum (PTZ), mit dessen Hilfe Schülern der Klassen 7, 8 und 9 der Sekundarschule Unterstützung bei der Berufsorientierung gegeben werden soll. Dies soll in Ergänzung zum schulischen Unterricht des Faches Wirtschaft/Technik durch praxisnahes Arbeiten sowie durch außerschulische Berufsorientierung erreicht werden.

    Ausgehend von der Feststellung, dass einerseits die von der Wirtschaft nachgefragten Berufe und die Berufswünsche Jugendlicher oftmals auseinanderklaffen und dass andererseits die Chancen von Hauptschülern auf dem Ausbildungsmarkt aus unterschiedlichen Gründen nicht optimal sind, soll hier eine gezielte Förderung der Schüler erfolgen. Gemeinsam mit der VHS Bildungswerk GmbH plant AUL die Etablierung des PTZ als Angebot, das in enger Anbindung an die Schulen unterrichtsbegleitend teilweise in den Schulen selbst und teilweise am Standort Schkopau des AUL mit seinen Lehrwerkstätten erfolgen soll.

    Ziel des Vorhabens ist es, durch eine verbesserte, praxisorientierte Berufsorientierung die Zahl der Ausbildungsabbrüche zu senken und die Chancen von Hauptschülern auf einen Ausbildungsplatz zu erhöhen; darüber hinaus sollen Mädchen für technische Berufe interessiert und Unternehmen für eine Beteiligung am Projekt gewonnen werden.

    Die wesentlichen, im PTZ zur Erreichung dieser Ziele verfolgten Maßnahmen sind eine verbesserte Berufsorientierung durch berufsvorbereitenden Unterricht in kleinen und homogenen Lerngruppen, eine Verbesserung der Ausbildungsreife durch unterrichtsbegleitende Praktika, die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen und Sekundärtugenden, die Öffnung von Unternehmen für Hauptschüler sowie Unterstützung bei der Ausbildungsplatzsuche bzw. Vermittlung in Ausbildung.

    Im Vergleich zu anderen Instrumenten der Berufsorientierung, welche eher punktuell wirken, ist das PTZ ein auf Dauer angelegter Prozess, bei dem die Schüler für mehrere Jahre begleitet und in ihrer Berufswahlentscheidung unterstützt werden. Konkret sollen drei Sekundarschulen des Saalekreises mit ca. 190 Schülern einbezogen werden, beginnend mit den 7. Klassen, welche dann während der dreijährigen Projektlaufzeit laufend begleitend werden, hinzu kommen dann in jedem Schuljahr die neuen 7. Klassen. Die Unterrichtseinheiten des PTZ finden alle zwei Wochen zunächst in den vier Berufsfeldern Metall, Farbtechnik, Bautechnik und Floristik statt, welche bei Bedarf auch ergänzt werden sollen.

    Aufgrund der engen Verzahnung mit dem Schulunterricht und der Begleitung des Unterrichts im PTZ durch die Klassenlehrer kommt das Projekt mit 2 Vollzeitstellen (verteilt auf vier Ausbilder) für die genannten Berufsfelder aus. Ein im weiteren Projektverlauf aufgrund der Einbeziehung der zusätzlichen Klassen entstehender Mehrbedarf an Ausbildern soll durch die Einwerbung von Mitteln der in das Projekt einbezogenen Unternehmen gedeckt werden, Ziel ist es darüber hinaus, das PTZ nach Ablauf der Pilotphase von drei Jahren möglichst aus Unternehmensmitteln fortzuführen. Neben den Unternehmen sollen weitere Akteure wie Gewerkschaften, Unternehmensverbände und natürlich die Berufsberatung der Agentur für Arbeit einbezogen werden, um den Erfolg des Vorhabens zu befördern. 

    Projektnehmer: OUTLAW gemeinnützige Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe mbH
    Projektende: 31.12.2014

    Die Outlaw gGmbH beantragte die Kofinanzierung des Projektes Plan B, welches im Rahmen des Bundesprogrammes XENOS gefördert wird. Ziel des Vorhabens ist es, straffällig gewordene, vorwiegend männliche Jugendliche (Jugendarrest bzw. Auflage gemeinnütziger Arbeit) in Dresden in einer Weise zu begleiten und zu betreuen, dass ihre berufliche und soziale Integration möglich bleibt bzw. wird.

    Dies soll durch folgende Bausteine geschehen:

    • Unterstützung der Jugendlichen bei der Suche einer für sie geeigneten Stelle zur Ableistung der gemeinnützigen Arbeit, hinzu kommt hierbei ggf. eine sozialpädagogische Begleitung.
    • Gemeinsam mit der Jugendgerichtshilfe soll die Möglichkeit gemeinnütziger Gruppenarbeit für Jugendliche in Arrest und solche mit Arbeitsauflage eröffnet werden.
    • Mit Jugendlichen im Arrest soll ein Kurs zum Training sozialer Kompetenzen und beruflicher Schlüsselqualifikationen durchgeführt werden.
    • Nach dem Arrest wird den Jugendlichen ein Kurs zur sozialen und beruflichen Integration angeboten, welcher auf eine Ausbildung bzw. die Aufnahme einer Beschäftigung vorbereiten soll.
    • Schließlich sollen die Jugendlichen beim Übergang in Ausbildung oder Beschäftigung weiter begleitet werden.

    Naturgemäß wurde das Projekt in enger Abstimmung mit den juristischen und sozialpädagogischen Akteuren (Jugendrichter, JVA, Jugendgerichtshilfe) entwickelt, die auch im Projektverlauf eng mit eingebunden werden; darüber hinaus sind sowohl Jobcenter als auch Agentur für Arbeit einbezogen, um bei Berufsorientierung, Ausbildung und Nachbetreuung der Jugendlichen einen größtmöglichen Erfolg zu gewährleisten.

    Das Projekt wird gemeinsam mit der inpro Bildungs- und Beratungsgesellschaft mbH durchgeführt, wobei die Outlaw gGmbH für ein Teilprojekt verantwortlich ist, welches im Aufbau einer Vermittlungs- und Beratungsstelle für gemeinnützige Arbeit und der Realisierung eines gemeinnützigen Arbeitsprojektes besteht. Diese Vermittlungsstelle soll einerseits die Koordination der verschiedenen Einsatzstellen (an denen die Jugendlichen ihre Arbeit ableisten) bis hin zur Entwicklung neuer, sinnvoller Arbeitsinhalte leisten und andererseits die intensive Betreuung der Jugendlichen bis hin zur Unterstützung beim Übergang hin zu Schule, Ausbildung oder Beruf sicherstellen.

    Obgleich es sich dem Ansatz nach eher um ein sozialpolitisches Projekt handelt, wurde das Vorhaben dennoch zur Förderung ausgewählt, da aufgrund der Bemühungen, die Jugendlichen in Schule, Ausbildung oder Arbeit zu vermitteln (und dadurch dem Arbeitsmarkt zuzuführen bzw. zu erhalten) eine starke arbeitsmarktpolitische Komponente erkennbar ist. Hierdurch erscheint das Projekt Plan B geeignet, in einem speziellen Segment den Folgen des demographischen Wandels und des Fachkräftemangels entgegenzuwirken.

    Projektnehmer: „Dau wat“ e.V. Rostock
    Projektende: 31.12.2013

    Der „Dau wat“ e.V. Rostock wird im Jahr 2013 durch die Kofinanzierung einer Stelle unterstützt, wobei die anfallenden Kosten ganz überwiegend durch das Land aus ESF-Mitteln übernommen werden. Die Stellenbeschreibung entspricht im Wesentlichen der Zielstellung des Vereins, der sich seit 1991 der Information, Beratung und Betreuung von Erwerbslosen bzw. von Erwerbslosigkeit bedrohter Personen widmet. Hierzu wird zum einen mit dem Treffpunkt „Dau wat“ ein Anlaufpunkt in Rostock unterhalten. Zum anderen ist der Verein bemüht, entsprechende personelle Beratungsstrukturen vorzuhalten.

    Das Wirkungsspektrum des Vereins umfasst hierbei sowohl Informationen über die bzw. Beratungen zu den Instrumenten der sozialen Sicherung nach SGB II bzw. III als auch Motivierung und praktische Hilfestellung bei den Bemühungen um Wiedereingliederung in den 1. Arbeitsmarkt bzw. Verbesserung der Integrationschancen.

    Im Einzelnen umfassen die Aktivitäten des Vereins:

    • Durchführung zielgruppenorientierter Informationsveranstaltungen zu Änderungen im Arbeits- und Sozialrecht sowie arbeitsmarktpolitischen Förderinstrumenten,
    • Beteiligung an regionalen Netzwerken im Hinblick auf Abbau von Vermittlungshemmnissen und Verbesserung der Vermittlungschancen,
    • Individuelle Beratung und Unterstützung im Zusammenhang mit Bewerbungen.

    Dies setzt auf Seiten des Vereins Mitarbeiter voraus, die auf der Grundlage von Erfahrungen und Kenntnissen der lokalen Arbeitsmarktsituation sowie permanenter eigener Weiterbildung im Kontext sich verändernder rechtlicher Regelungen und Instrumente in der Lage sind, den Menschen sachkundig bei den Bemühungen um Beschäftigung zu helfen.

    Da der Betreuungsumfang, welchen die ARGEn bzw. die Agentur für Arbeit anbieten können, gerade für Langzeitarbeitslose oftmals nicht ausreichend ist, können Angebote, wie dasjenige des „Dau wat“ e. V. dazu beitragen, der Verfestigung von Langzeitarbeitslosigkeit entgegenzuwirken. 

    Projektnehmer: Verein Integration - Beschäftigung und Soziales e. V. Lutherstadt Eisleben
    Projektende: 31.08.2011

    Der Verein Integration – Beschäftigung und Soziales e. V. (IBS) beantragte die Verlängerung des Projektes „jugend.innovations.zentrum“ (jiz) um ein drittes Förderjahr. Im ersten Jahr wurde das Projekt im Rahmen des durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung initiierten Modellvorhabens „Demographischer Wandel – Region Südharz/Kyffhäuser“ konzipiert und mit Mitteln des BMBVS, der Agentur für Arbeit und des Gemeinschaftsfonds finanziert. Im zweiten Förderjahr wurde die Finanzierung aus Mitteln der Agentur für Arbeit und der SNL sowie Eigenmitteln dargestellt.

    Ziel des Projektes ist auch im dritten Förderjahr die Vorbereitung begabter und interessierter Schüler der 8. Klassen des Landkreises auf die von regionalen Betrieben nachgefragten Berufe über die Teilnahme an vier verschiedenen Interessengemeinschaften (Mathematik/Naturwissenschaften, Informatik und moderne Technologien, Sprachen/Kommunikation und Marketing/Design). Parallel hierzu werden die Schüler der vorangegangenen zwei Projektjahre wie vorgesehen weiterhin begleitet.

    Hierbei geht es neben der Unterstützung bei der Frage der Berufswahl vor allem auch darum, die Schüler zu einem Verbleib in der Region zu ermuntern und durch Fördervereinbarungen mit den in Frage kommenden Unternehmen zusammenzubringen. Im Idealfall kann so durch Aufzeigen interessanter Berufsperspektiven in der heimatlichen Region Abwanderung verhindert und ein leistungsfähiger Fachkräftenachwuchs für die Unternehmen aufgebaut werden. Die geschlossenen Fördervereinbarungen zwischen Schülern und Betrieben sollen ganz konkret in Ausbildungsplätze bzw. duale Studienplätze münden.

    Um nachhaltig zu wirken, ist das jiz auf Dauer angelegt, was bedeutet, dass jedes Schuljahr erneut jeweils 60 Schülern die Teilnahme ermöglicht wird: Somit erreicht das Projekt im aktuell beantragten 3. Förderjahr seine Sollstärke von ca. 180 teilnehmenden Schülern, von denen am Ende nach dreijähriger Begleitung die Schüler des ersten Jahrganges als Auszubildende bzw. Studenten zu „ihren“ Unternehmen wechseln.

    Projektnehmer: TGS - Gesellschaft für Strukturentwicklung und Beschäftigung mbH
    Projektende: 15.04.2014

    Die TGS - Gesellschaft für Strukturentwicklung und Beschäftigung mbH beantragt die Förderung des Projektes „Entwicklung branchenbezogener und regionalspezifischer Handlungsempfehlungen für die Metall- und Elektroindustrie, die Ernährungswirtschaft und das Gastgewerbe zur Sicherung der branchenspezifischen Fachkräftebedarfe in Mecklenburg-Vorpommern“.

    In den vergangenen Jahren hat die TGS das Projekt Arbeitsmarktmonitor Mecklenburg-Vorpommern in Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeberverband NORDMETALL, der IG Metall Küste und dem Statistikservice Nordost der Bundesagentur für Arbeit entwickelt. Dieses Vorhaben wurde durch das Land, die Otto Brenner Stiftung und die NORDMETALL-Stiftung gefördert. Hierbei wurde durch regelmäßige Befragung von über 200 Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie eine valide Datenbasis geschaffen, die es erlaubt, den aktuellen und zukünftigen Fachkräftebedarf der Unternehmen sowie Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung und deren Ursachen zu identifizieren. 

    Nunmehr soll das Projekt zum Einen um die für das Land bedeutenden Branchen Ernährungswirtschaft und Tourismus erweitert werden, zum Anderen geht es darum, die gewonnenen Informationen und Erkenntnisse in die Praxis zu transferieren bzw. deren Anwendung in der Praxis zu gewährleisten. Dem dient das vorliegende Projekt, dessen Ziel die nutzerorientierte Erarbeitung brachenbezogener und regionalspezifischer Handlungsempfehlungen ist, die zur Sicherung zukünftiger Fachkräftebedarfe in den genannten Branchen in Mecklenburg-Vorpommern beitragen. In Abgrenzung von puren Beobachtungsinstrumenten geht es nunmehr auch darum, die Schnittstelle zwischen der Identifikation von Handlungsbedarfen und der Umsetzung von Handlungsempfehlungen zu bedienen. Es sollen Unternehmen, Sozialpartner, Politik, Arbeitsverwaltung, Netzwerke, Bildungsträger etc. in Berichten, Fach- und Beratungsgesprächen, Fachreferaten und Newslettern über erforderliche Maßnahmen informiert werden. Ferner sollen Handlungsoptionen aufgezeigt werden, die dazu beitragen, die Unternehmen im Umgang mit der demographischen Entwicklung zu unterstützen, ihre Anpassungsfähigkeit zu erhöhen und die Praxis der Weiterbildungsberatung zu verbessern.

    Der Transfer in die praktische Umsetzung soll unter Anderem auch durch ein direktes feed-back an die an den Umfragen beteiligten Unternehmen, durch Fachkräftemessen/Informationsveranstaltungen sowie durch die Beteiligung der einschlägigen Arbeitgeberverbände bzw. Kammern gewährleistet werden.

    Projektnehmer: Dau wat e.V.
    Projektende: 31.12.2011

    Der „Dau wat“ e.V. Rostock als von der IG Metall und anderen Einzelgewerkschaften getragener Verein widmet sich seit 1991 der Information, Beratung und Betreuung von Erwerbslosen bzw. von Erwerbslosigkeit bedrohten Personen. Hierzu wird zum einen mit dem Treffpunkt „Dau wat“ ein Anlaufpunkt in Rostock unterhalten. Zum anderen ist der Verein bemüht, entsprechende personelle Strukturen vorzuhalten.

    Das Wirkungsspektrum des Vereins umfasst hierbei sowohl Informationen über die bzw. Beratungen zu den Instrumenten der sozialen Sicherung nach SGB II bzw. III als auch Motivierung und praktische Hilfestellung bei den Bemühungen um Wiedereingliederung in den 1. Arbeitsmarkt bzw. Verbesserung der Integrationschancen.

    Im Einzelnen umfassen die Aktivitäten des Vereins: 

    • Durchführung zielgruppenorientierter Informationsveranstaltungen zu Änderungen im Arbeits- und Sozialrecht sowie arbeitsmarktpolitischen Förderinstrumenten,
    • Beteiligung an regionalen Netzwerken im Hinblick auf Abbau von Vermittlungshemmnissen und Verbesserung der Vermittlungschancen,
    • Individuelle Beratung und Unterstützung im Zusammenhang mit Bewerbungen,Vermittlung von betrieblichen Praktika und Unterstützungbei der Berufswegfindung und Neuorientierung.

    Dies setzt auf Seiten des Vereins Mitarbeiter voraus, die auf der Grundlage von Erfahrungen und Kenntnissen der lokalen Arbeitsmarktsituation sowie permanenter eigener Weiterbildung im Kontext sich verändernder rechtlicher Regelungen und Instrumente in der Lage sind, den Menschen sachkundig bei den Bemühungen um Beschäftigung zu helfen.

    Im Rahmen des Projektes werden für das Jahr 2011 eine Personalstelle sowie die erforderlichen Nebenkosten gefördert.

    Es ist geplant, während der Projektlaufzeit von 12 Monaten 65 Teilnehmer zu betreuen und hiervon 20 % in Beschäftigung zu vermitteln.

    Projektnehmer: DSA GmbH Dresden
    Projektende: 31.12.2011

    Die DSA beantragte die Fortsetzung des bereits durch den Gemeinschaftsfonds geförderten Vorhabens „Kariere HIER“, bei dem interessierte Schüler über Perspektiven, Chancen und Eckpunkte zum Berufswunsch Management bzw. Selbständigkeit im Landkreis Bautzen informiert werden sollen.

    Zielstellung des Projektes ist es, diesen Schülern eine Seminar- und Workshopreihe anzubieten, in welcher die vermutlich noch recht diffusen Vorstellungen von Management bzw. Selbständigkeit greifbar gemacht werden sollen. Weiterhin geht es darum, Perspektiven in der Region aufzuzeigen, Kontakte zu erfolgreichen Unternehmern im Landkreis zu vermitteln sowie deren Betriebe zu besuchen, die kaufmännischen Grundlagen sowie Möglichkeiten zu deren Erwerb aufzuzeigen und Kontakte bzw. Grundkenntnisse im Hinblick auf Existenzgründungen zu vermitteln.

    Die Workshops, welche unter anderem in Kooperation mit der Staatlichen Studienakademie Bautzen durchgeführt werden, sollen so neben einer nachhaltigen Berufsorientierung vor allem auch der Sicherung des regionalen Fachkräftebedarfs dienen und der Abwanderung motivierter und qualifizierter junger Menschen vorbeugen.

    Ergänzend werden zudem interessierte Lehrer in das Projekt eingebunden und ihrerseits mit entsprechend zugeschnittenen Lehrgangsmodulen und Unternehmensbesuchen hinsichtlich ihrer regionalen sowie wirtschaftlichen Kompetenz sensibilisiert bzw. fortgebildet. Auf diese Weise sollen sie als direkte Ansprechpartner der Schüler zukünftig besser in Berufswahlfragen als Ratgeber fungieren können. Die verstärkte Einbeziehung der Lehrer führt so auch zu einer größeren Nachhaltigkeit und Akzeptanz des Projektes

    Die aus den bisher geförderten zwei Projektabschnitten vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass die teilnehmenden Jugendlichen mit großem Engagement bei der Sache waren und deren Vorstellungen über eine zukünftige Tätigkeit im Management oder als Selbständiger konkretisiert werden konnten. 

    Projektnehmer: DSA GmbH Dresden
    Projektende: 31.12.2010

    Die DSA beantragte die Fortsetzung des Projektes Berufelandkarte, dessen erster Abschnitt aus dem Gemeinschaftsfonds gefördert wurde (Projekt-Nummer 01/06). In diesem ersten Teil wurde die Berufelandkarte konzipiert, die erforderlichen Daten bei Unternehmen und Schülern erhoben und eine entsprechende Software zur Eingabe bzw. Auswertung bis hin zu einem entsprechenden Internetauftritt (www.berufelandkarte.de) entwickelt und implementiert – die nunmehr mögliche Gegenüberstellung der erhobenen Personalbedarfe der Unternehmen mit den Berufswünschen der Schüler erlaubt für beide Seiten sowie zahlreiche weitere Akteure vielfache Rückschlüsse und stellt eine wertvolle Hilfe für Berufsorientierung bzw. Personalentwicklung und -politik dar.

    Bei dem nunmehr beantragten zweiten Teil des Vorhabens geht es zum einen darum, die Datenbasis laufend zu aktualisieren, da das Instrument Berufelandkarte seinen vollen Nutzen nur durch „lebende“ Daten entfalten kann, zum anderen soll die Datenbasis durch Einbeziehung weiterer Regionen zusätzlich verbreitert werden, was wiederum die Relevanz der Aussagen insgesamt erhöhen wird.

    Projektnehmer: Verein Integration - Beschäftigung und Soziales e. V. Lutherstadt Eisleben
    Projektende: 31.08.2010

    Der Verein Integration – Beschäftigung und Soziales e. V. (IBS) beantragte die Verlängerung des Projektes „jugend.innovations.zentrum“ (jiz) um ein zweites Förderjahr. Im ersten Jahr wurde das Projekt im Rahmen des durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung initiierten Modellvorhabens „Demographischer Wandel – Region Südharz/Kyffhäuser“ konzipiert und mit Mitteln des BMBVS, der Agentur für Arbeit und des Gemeinschaftsfonds finanziert.

    Ziel des Projektes ist auch im zweiten Förderjahr die Vorbereitung begabter und interessierter Schüler der 8. Klassen des Landkreises auf die von regionalen Betrieben nachgefragten Berufe über die Teilnahme an vier verschiedenen Interessengemeinschaften (Mathematik/Naturwissenschaften, Informatik und moderne Technologien, Sprachen/Kommunikation und Marketing/Design). Auf diese Weise sollen die Schüler zu einem Verbleib in der Region ermuntert und durch Fördervereinbarungen mit den in Frage kommenden Unternehmen vernetzt werden. Im Idealfall kann so durch Aufzeigen realer Berufsperspektiven in der heimatlichen Region Abwanderung verhindert und ein leistungsfähiger Fachkräftenachwuchs für die Unternehmen aufgebaut werden. Die geschlossenen Fördervereinbarungen zwischen Schülern und Betrieben sollen ganz konkret in Ausbildungsplätze bzw. duale Studienplätze münden.

    Um nachhaltig zu wirken, ist das jiz auf Dauer angelegt, was bedeutet, dass jedes Schuljahr erneut jeweils 60 Schülern die Teilnahme ermöglicht werden soll.