Unboxing YouTube

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In der Online-Fassung der Studie ist zusätzlich zum Inhalt der gedruckten Fassung die Liste der untersuchten deutschen Top-100-YouTube-Kanäle im Anhang aufgeführt. Zudem ist die detaillierte Stichprobenuntersuchung zur Werbekennzeichnung von 30 Videos mit Konsumthemen dort einsehbar. Hier gelangen Sie direkt zum Online-Anhang.

Erschienen am 1. April 2019
Autoren: Lutz Frühbrodt, Annette Floren (Co-Autorin)

Die sozialen Medien haben die Welt verändert und die politische Kommunikation umgewälzt. Fake News, Halbwahrheiten, Hetze und Verschwörungstheorien, die über die sozialen Medien abgefeuert werden, haben es politisch extremen Kräften weltweit erleichtert, Gesellschaften tief zu spalten. Twitter, Facebook und YouTube haben aber auch den Trend zur inhaltlichen Verkürzung und dramaturgischen Zuspitzung stark beschleunigt. Gleichzeitig lässt sich beobachten, dass diese Medien für Jugendliche und Kinder zur primären Quelle für Informationen, Unterhaltung und Zeitvertreib geworden sind. Doch was wird dort eigentlich „gesendet“, welche Botschaften werden vermittelt?

Unsere OBS-Studie über YouTube geht diesen Fragen nach, klärt aber auch grundsätzlich über die Funktionsweise der beliebten Videoplattform auf. So zeigt sie etwa, dass die populärsten Videomacher, die so genannten Influencer, oft überwunden geglaubte Geschlechter-Stereotypen propagieren und von professionellen Agenturen gemanagt werden – mit dem Ziel, möglichst hohe Werbeeinnahmen zu generieren. YouTube, das zeigt der historische Überblick, ist schon lange nicht mehr das demokratische Mitmach-Amateurportal, als das es sich gerne präsentiert, sondern ein profitorientiertes (Werbe)Unternehmen. Passend dazu weist die Studie nach, dass die meisten deutschen Top-100-Influencer neben trivialer Unterhaltung einen platten Konsumismus predigen. Viele Kinder und Jugendliche halten die dort gezeigte, oft nicht gekennzeichnete Werbung inzwischen für „normal“, zudem stehen Kinder als „Mini-Influencer“ verstärkt selbst vor der Kamera. Welche Schlüsse müssen daraus für den Umgang mit und die Regulierung von YouTube gezogen werden? Und wie sind die Versuche der Öffentlich-Rechtlichen zu bewerten, mit dem Projekt „funk“ die YouTube-affine junge Zielgruppe auch zukünftig noch zu erreichen? Auf diese und weitere Fragen gibt die Studie erste Antworten.

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Hinweis:

In der Online-Fassung der Studie ist zusätzlich zum Inhalt der gedruckten Fassung die Liste der untersuchten deutschen Top-100-YouTube-Kanäle im Anhang aufgeführt. Zudem ist die detaillierte Stichprobenuntersuchung zur Werbekennzeichnung von 30 Videos mit Konsumthemen dort einsehbar. Ab Seite 140 finden Sie den Online-Anhang im oben stehenden Reader.

Die Autoren

Lutz Frühbrodt

Zum Thema  Lutz Frühbrodt

Der promovierte Volkswirt ist seit 2008 Professor für Fachjournalismus und Unternehmenskommunikation an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt und leitet dort den gleichnamigen Master-Studiengang. 

Weitere Informationen

Kontakt: 
E-Mail: Lutz.Fruehbrodt(at)fhws.de
Tel.: 0179-5259840

 

Annette Floren

Zum Thema  Annette Floren

Die studierte Historikerin ist als IT-Projektmanagerin und Kommunikationsberaterin tätig. Sie hat diverse Essays über Public Relations und Corporate Social Responsibility (CSR) verfasst, die u a. auf der Website www.zweite-aufklaerung.de veröffentlicht worden sind. Annette Floren arbeitet zudem als Referentin für politische Stiftungen.

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Weitere OBS-Studie der AutorInnen: 
Content Marketing – Wie "Unternehmensjournalisten" die öffentliche Meinung beeinflussen

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