Otto Brenner Stiftung

Rhein-Main-Runde am 18. November

Die Europäische Kommission und die USA verhandeln seit einiger Zeit über ein neues Freihandelsabkommen TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership). Obwohl dies Geheimgespräche sein sollen, redet alle Welt darüber. Die Staaten in Europa diskutieren, die einzelnen politischen Parteien, die Gewerkschaften und die Wirtschaftsverbände streiten intern heftig über die möglichen Auswirkungen. Die Einen prognostizieren enormes Wirtschaftswachstum, eine Steigerung des BIP und hunderttausende Arbeitsplätze auf beiden Seiten des Atlantiks. Die Anderen befürchten die Aufweichung von Standards im Sozial-, Gesundheits-, Verbraucher- und Umweltschutzbereich sowie die Zunahme atypischer Niedriglohnbeschäftigung. Für die einzelnen Bürger/innen, die Arbeitnehmer/innen, die Unternehmen stellen sich viele Fragen. 

TTIP zwischen Versprechungen und Horrorszenarien 
Wer entscheidet? Was kommt auf die Arbeitnehmer/innen zu? 

Darüber wollen wir diskutieren mit 

Lance Compa, Hochschuldozent für Arbeitsrecht und internationale Arbeitnehmerrechte an der Cornell University School of Industrial and Labor Relations in Ithaca, New York 

und 

Prof. Dr. Christoph Scherrer, Leiter des Fachgebiets „Globalisierung & Politik” an der Universität Kassel.

Die Moderation übernimmt Prof. Dr. Manfred Weiss, Universität Frankfurt.

Dienstag, 18. November 2014, 19:00 Uhr
main_forum (Vorstand der IG Metall)
Wilhelm-Leuschner-Straße 79
60329 Frankfurt am Main 

Vorstellung der Rhein-Main-Runde

Die Rhein-Main-Runde ist aus dem Bedürfnis entstanden, kontroverse Themen aus dem begrenzten gewerkschaftlichen und parteipolitischen Rahmen herauszuholen und dafür eine öffentliche Plattform zu schaffen, die eine lebendige Debatte auf breiter Grundlage ermöglicht.
Mit Veranstaltungen über aktuelle Themen sowie über Grundfragen unserer ökonomischen und gesellschaftlichen Ordnung möchte die Rhein-Main-Runde einen offenen Meinungsaustausch zwischen Wissenschaftlern/-innen, Gewerkschaftern/-innen, Politikern/-innen und Bürgern/-innen anregen.

Dabei stehen folgende Fragen im Vordergrund:

  • Wie lässt sich angesichts der Umwälzungen, des sozio-ökonomischen Strukturwandels und der sich beschleunigenden Internationalisierung aller Lebensbereiche die soziale und demokratische Grundverfassung unserer Gesellschaft sicherstellen?
  • Wie kann die soziale Dimension im europäischen Integrationsprozess bei dessen Gestaltung berücksichtigt werden?
  • Wie lassen sich die Arbeitsbeziehungen in Europa weiterentwickeln?

Sozialstaatlichkeit und Sozialpartnerschaft, Beteiligungsrechte und Chancengleichheit für alle, Teilhabe der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am wirtschaftlichen Fortschritt sowie Beteiligungsrechte im Unternehmen sind die Ziele, denen sich die Rhein-Main-Runde verpflichtet fühlt.