Soziale Rhetorik, neoliberale Praxis

Eine Analyse der Wirtschafts- und Sozialpolitik der AfD

OBS-Arbeitspapier 52
Erscheinungsdatum 2. Dezember 2021
Autoren: Stephan Pühringer/Karl M. Beyer/Dominik Kronberger

Informationen und Material zum Thema Rechtspopulismus & Wirtschafts-/Sozialpolitik

Ausgewählte OBS-Publikationen zur AfD

Seit einigen Jahren versucht die AfD sich von ihrem Image als neoliberale „Professoren-Partei“ zu befreien und stattdessen als Kämpferin für soziale Gerechtigkeit und "den kleinen Mann" aufzutreten. Nicht ohne Erfolg bei der Bundestagswahl 2021: Obwohl der Aufwärtstrend der Partei gestoppt scheint, wurde die AfD bei männlichen ArbeitnehmerInnen nach der SPD zweitstärkste Kraft. Auch gewerkschaftlich organisierte ArbeitnehmerInnen wählen die RechtspopulistInnen regelmäßig häufiger als die Durchschnittsbevölkerung. Unsere Studie untersucht erstmalig, ob diesem Imagewandel auch eine veränderte politische Haltung zugrunde liegt: Dafür wurden die Partei- und Wahlprogramme sowie alle wirtschafts- und sozialpolitischen Parlamentsinitiativen zwischen 2017 und 2020 analysiert. Das überraschend klare Ergebnis: Die soziale Rhetorik ist die oberflächliche Fassade einer Partei, die in ihren wirtschaftspolitischen Vorstellungen fest in neo- und ordoliberale Denktraditionen eingebunden bleibt.

Informationen zum Arbeitspapier 52

OBS-Pressemitteilung: OBS-Studie entlarvt die „soziale Rhetorik“ der AfD als „oberflächliche Fassade“
[PDF] [OBS-Presseportal]

Arbeitspapier 52 online lesen

OBS-Arbeitspapier 51: Desiderius-Erasmus-Stiftung – 
Politische Bildung von Rechtsaußen

Arbeitspapier 38: Rechte Allianzen in Europa
Wie sich NationalistInnen gegen die EU verbünden

OBS-Arbeitspapier 14: Wettbewerbspopulismus – 
Die Alternative für Deutschland und die Rolle der Ökonomen

OBS-Arbeitspapier 49: Alternative Fakten im Gespräch – AfD-Diskussionen auf Facebook

Arbeitspapier 30: Netzwerk AfD
Die neuen Allianzen im Bundestag

DGB-Studie (2021): „Die AfD vor der Bundestagswahl 2021“

Sauer et al. (2018): Rechtspopulismus und Gewerkschaften. Eine arbeitsweltliche Spurensuche

Karl Beyer/Stephan Pühringer (2018): Freiheitliche Flügelkämpfe? (Historische) Konfliktlinien in der FPÖ

Dörre et al. (2018): Arbeiterbewegung von rechts? Motive und Grenzeneiner imaginären Revolte

Die Autoren

Dr. Stephan Pühringer

Dr. Stephan Pühringer ist stellvertretender Institutsvorstand des Instituts für die Gesamtanalyse der Wirtschaft an der Johannes Kepler Universität Linz. Seine Forschungsinteressen umfassen Politische Ökonomie, Soziologie der Ökonomie, Ordo- und Neoliberalismus sowie die politische und gesellschaftliche Wirkmächtigkeit ökonomischen Denkens.

Kontakt:

Institut für die Gesamtanalyse der Wirtschaft der Johannes Kepler Universität Linz
E-Mail: stephan.puehringer(at)jku.at

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Dominik Kronberger

Dominik Kronberger ist Masterstudent im Studiengang Sozialwirtschaft an der Johannes Kepler-Universität Linz und arbeitet als studentischer Projektmitarbeiter am Institut für die Gesamtanalyse der Wirtschaft. Seine Interessen und Schwerpunktsetzungen im Studium liegen im Bereich der Volkswirtschaftslehre, heterodoxen Ökonomie und Wirtschaftsethik.

Kontakt:

Dominik Kronberger
Institut für die Gesamtanalyse der Wirtschaft der Johannes Kepler Universität Linz
Mail:  dominik.kronberger(at)jku.at

Karl Beyer

Karl Beyer (Mag.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für die Gesamtanalyse der Wirtschaft der Johannes-Kepler-Universität Linz. Seine Forschungsgebiete umfassen Diskursanalyse, insbesondere neoliberaler und rechtspopulistischer Diskurse, Soziologie der Wirtschaftswissenschaften sowie Transformationstendenzen des Kapitalismus, insbesondere Finanzialisierung, Schattenbanken und Offshore.

Kontakt:

Institut für die Gesamtanalyse der Wirtschaft der Johannes Kepler Universität Linz
E-Mail: karl.beyer(at)jku.at
@KarlMBeyer
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