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Otto Brenner Newsletter

01/2019 – 11. März 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

2019 ist ein Jahr mit besonders vielen "runden" Geburtstagen. Die Weimarer Verfassung wird 100, das Bonner Grundgesetz 70. Der Vertrag von Versailles jährt sich auch zum 100. Mal, der 2. Weltkrieg begann vor 80 Jahren. Nach Krieg und Verwüstung entstanden 1949 zwei deutsche Staaten – der 9. November 1989, mit dem Fall der Berliner Mauer ein besonderer Tag der Erinnerung in diesem Jahr, führte zur Überwindung der Teilung Deutschlands und zum Ende der Spaltung Europas in Ost und West.

30 Jahre nach dem Fall der Mauer ist die staatliche Einheit Deutschlands inzwischen längst Alltag und die Teilung Geschichte. Doch ist auch die "Mauer in den Köpfen" überwunden? Gibt es noch Unterschiede in den Einstellungen zwischen Ost und West? Überwiegen Gemeinsamkeiten und werden die ökonomische Lage und die persönliche Situation in Ost und West gleich wahrgenommen? Viele dieser Fragen werden im Laufe des Jahres immer wieder gestellt, das dürfte sicher sein. Aber kaum jemand wird sie den Menschen stellen, die erst nach 1989 in Deutschland, Ost und West, geboren sind. Die OBS hat es getan und die "Nachwendegeneration" in den Mittelpunkt einer Studie gestellt, die überraschende Antworten gibt und spannende Ergebnisse zur Diskussion stellt.

Wir danken für das Interesse an unserer Arbeit und freuen uns, wenn unsere Studien mit Aufmerksamkeit verfolgt werden!

Mit freundlichen Grüßen
Das OBS-Team

(März 2019)

Analyse der "Nachwendegeneration"

Der Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 führte zur Überwindung der Teilung Deutschlands. Heute, fast 30 Jahre später, ist die staatliche Einheit längst Alltag, die Teilung Geschichte. Ist aber auch die "Mauer" in den Köpfen überwunden, die mentale Einheit vollzogen? 

Die OBS veröffentlicht die Ergebnisse einer Befragung junger Menschen, die nach 1989 geboren wurden. "Im vereinten Deutschland geboren – in den Einstellungen gespalten?" gibt überraschende Antworten: jetzt nachzulesen im aktuellen Arbeitsheft 96 der OBS.

Auf unserer Informationsseite gibt es weiteres Material sowie die Studie kostenfrei zum Download und zum Bestellen.

Zum Thema  Analyse der "Nachwendegeneration"

Aktuelle Studie

"Mehr Mitglieder für Gewerkschaften"

Vormerken und vorbestellen

"Unboxing YouTube"

Soziale Medien wie YouTube haben den Trend zur inhaltlichen Verkürzung und dramaturgischen Zuspitzung stark beschleunigt. Verantwortlich sind dafür die typische Kurzlebigkeit von Informationen sowie die Algorithmen, die emotionalisierende und polarisierende Inhalte für die Mediennutzer sichtbarer machen als differenziert-sachliche Wortmeldungen. Diese Mechanismen greifen nicht nur im politischen Diskurs, sie sind für Lebenswelten und alle Themenfelder von Bedeutung. Die Frage, was in der digitalen Öffentlichkeit wie vermittelt wird, wird jedoch viel zu wenig gestellt: das gesellschaftliche Gefährdungspotenzial der sozialen Medien wird meist auf digitale Spielsucht und den Trend zur medialen Selbstinszenierung von Nutzern reduziert.

Unsere Studie über die Videoplattform YouTube und über Akteure, die "im Netz der Profis und Profiteure" agieren, geht einen deutlichen Schritt über eine solch verkürzte Kritik hinaus.

Jetzt schon bestellen, Auslieferung Ende März!

Lutz Frühbrodt/ Annette Floren: Unboxing YouTube – Im Netzwerk der Profis und Profiteure (OBS-Arbeitsheft 98, April 2019)

Zum Thema  "Unboxing YouTube"

Attac und OBS-Studie

Im Revisionsverfahren gegen attac hat der Bundesfinanzhof der Auslegung der für die Gemeinnützigkeit zentralen Abgabenordnung enge Grenzen gesetzt. Das Urteil greift vermutlich stark ein in die Genehmigungspraxis für gemeinnützige Organisationen und es gefährdet die Existenz des globalisierungskritischen Netzwerks.

Schon bisher gab es wenig Rechtssicherheit, wie eine Untersuchung der OBS vor einem Jahr offenlegte. Denn: Statt bürgerschaftliches Engagement großzügig zu fördern und rechtlich abzusichern, führt die Praxis der Finanzämter beim Gemeinnützigkeitsrecht zu großer Rechtsunsicherheit. Das ist der zentrale Befund einer Studie, die den Nachweis erbringt, dass gleiche Mustersatzungen von den Finanzämtern unterschiedlich behandelt werden: mal wird die Gemeinnützigkeit bestätigt, mal abgelehnt.

 

Kooperationen, Links, Tipps und Termine

Deutschlandstipendien der Universität Hamburg

Am 7. Februar 2019 wurden die diesjährigen Deutschlandstipendien der Universität Hamburg verliehen. Die Otto Brenner Stiftung freut sich, erstmalig ein Stipendium im Studiengang Journalistik und Kommunikationswissenschaften zu fördern. Wir gratulieren der Stipendiatin Margarita Ilieva und wünschen ihr einen guten Start und viel Erfolg im Masterstudium!

Zum Thema