OBS Arbeitshefte

Politische Beteiligung: Lage und Trends

Politische Beteiligung: Lage und Trends

Autor/en: Rudolf Speth
Veröffentlichungsdatum: 07.07.2015

Die Gewichte bei der politischen Beteiligung verschieben sich. Während Parteien und Gewerkschaften Mitglieder verlieren, gewinnen Umwelt- und Naturschutzorganisationen sowie Sportorganisationen Mitglieder. Der Trend geht in Richtung sozialer Beteiligung, die aber auch politischen Charakter hat. Die vorliegende Kurz-Studie der Otto Brenner Stiftung untersucht diese Veränderungen und diskutiert Trends und Strategien von Organisationen, mit diesen Entwicklung umzugehen.

Gerade Parteien und Gewerkschaften versuchen ihren Mitgliedern attraktive Beteiligungsangebote zu machen. Doch nicht allen gelingt es damit neue Mitglieder zu gewinnen und alte zu halten. Mit dem OBS-Arbeitspapier 16 greift die Otto Brenner Stiftung diese Diskussionen auf und legt eine Bestandsaufnahme der aktuellen Entwicklungen und Ergebnisse der Forschung zum Thema interne Beteiligung von Organisationsmitgliedern vor. Rudolf Speth, der Autor dieser Kurz-Studie, beschäftigt sich seit längerem wissenschaftlich und auch aus journalistischer Perspektive mit den Themen Beteiligung, Interessenvertretung und Engagement. Als zentrale Entwicklung diagnostiziert er den (teilweise dramatischen) Rückgang der Mitgliederzahlen traditioneller Organisationen wie Parteien, Gewerkschaften und Verbände. Doch die Erosion der Mitgliederbasis ist nur die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite gibt es damit zusammenhängende, neue zentrale Herausforderungen, auf die die Organisationen reagieren müssen. Diese lassen sich unter fünf Punkten - Wandel des Demokratieverständnisses, Neubewertung politischer Repräsentation, Ausweitung des Repertoires demokratischer Beteiligungsverfahren, wachsende Bedeutung der Medien und veränderte Bedeutung von Mitgliedschaften -zusammenfassen.

Inwiefern und in welchem Ausmaß die verschiedenen Organisationen von diesen Trends betroffen sind und mit welchen Strategien sie darauf reagieren, ist eine der Fragen, die der Autor in seiner Untersuchung nachgeht. Auch wenn als ein Ergebnis festzuhalten ist, dass die Antworten der untersuchten Organisationen vielschichtig sind und unterschiedlich ausfallen, so zeigt die Studie dennoch auch, dass es einige Gemeinsamkeiten im Umgang mit den neuen Herausforderungen gibt.

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