Otto Brenner Stiftung

Rhein-Main-Runde 10.05.2011

„Drucksache ‚Bild’ – Eine Marke und ihre Mägde"

„Bild“, von vielen Politikern hofiert und gefürchtet, gilt inzwischen als „Leitmedium“. Aber, ist das Springer-Flagschiff überhaupt eine Zeitung, sprich ein Produkt journalistischer Leistung? Hans-Jürgen Arlt und Wolfgang Storz lassen in ihrer Studie das Blatt in einem neuen Licht erscheinen: „Mit ‚Bild’ hat heute ein Massenmedium Einfluss auf die politische Öffentlichkeit gewonnen, das mehr in der Welt der Werbung, der PR und des Marketings zu Hause ist als im Journalismus“, lautet ein Fazit ihrer Analyse. Die Studie ist als Arbeitsheft 67 der Otto Brenner Stiftung erschienen.

Wir laden herzlich ein zur Diskussion der Ergebnisse und der ersten Reaktionen auf die neue OBS-Studie 

„Drucksache ‚Bild’ – Eine Marke und ihre Mägde 
Die Bild-Darstellung der Griechenland- und Eurokrise 2010"

mit den Autoren: Hans-Jürgen Arlt, Kommunikationsberater und Lehrbeauftragter am Otto-Suhr- Institut in Berlin, Wolfgang Storz, Publizist und Lehrbeauftragter an der Universität Kassel,

und weiteren Medienexperten, u. a.: Günter Wallraff, Journalist und Autor sowie Ulrike Simon, Medienkritikerin.

Moderation: Prof. Dr. Thomas Leif, Vorsitzender netzwerk recherche

Weitere Informationen und Material zur Studie unter: www.bild-studie.de 

Dienstag, den 10. Mai 2011, 19.00 Uhr

Main_Forum (Vorstand der IG Metall)
Wilhelm-Leuschner-Str. 79
60329 Frankfurt am Main.

Vorstellung der Rhein-Main-Runde

Die Rhein-Main-Runde ist aus dem Bedürfnis entstanden, kontroverse Themen aus dem begrenzten gewerkschaftlichen und parteipolitischen Rahmen herauszuholen und dafür eine öffentliche Plattform zu schaffen, die eine lebendige Debatte auf breiter Grundlage ermöglicht.
Mit Veranstaltungen über aktuelle Themen sowie über Grundfragen unserer ökonomischen und gesellschaftlichen Ordnung möchte die Rhein-Main-Runde einen offenen Meinungsaustausch zwischen Wissenschaftlern/-innen, Gewerkschaftern/-innen, Politikern/-innen und Bürgern/-innen anregen.

Dabei stehen folgende Fragen im Vordergrund:

  • Wie lässt sich angesichts der Umwälzungen, des sozio-ökonomischen Strukturwandels und der sich beschleunigenden Internationalisierung aller Lebensbereiche die soziale und demokratische Grundverfassung unserer Gesellschaft sicherstellen?
  • Wie kann die soziale Dimension im europäischen Integrationsprozess bei dessen Gestaltung berücksichtigt werden?
  • Wie lassen sich die Arbeitsbeziehungen in Europa weiterentwickeln?

Sozialstaatlichkeit und Sozialpartnerschaft, Beteiligungsrechte und Chancengleichheit für alle, Teilhabe der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am wirtschaftlichen Fortschritt sowie Beteiligungsrechte im Unternehmen sind die Ziele, denen sich die Rhein-Main-Runde verpflichtet fühlt.