Otto Brenner Stiftung

MainzerMedienDisput 02.03.2016 in Berlin

Medienpolitisches Hintergrundgespräch

Am 2. März 2016 findet ein medienpolitisches Hintergrundgespräch ab 16:00 Uhr  in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz statt.

Prof. Dr. Hans-Jürgen Arlt und Dr. Wolfgang Storz werden ihr noch unveröffentlichtes OBS-Arbeitspapier mit dem Titel "Journalist oder Animateur – ein Beruf im Umbruch. Thesen, Analysen und Materialien zur Journalismusdebatte“ vorstellen und diskutieren.

Prof. Dr. Frank Überall, Vorsitzender des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) und Dieter Pienkny, Mitglied des rbb-Rundfunkrates und des arte-Programmbeirates werden die Analysen der beiden Autoren kritisch kommentieren und die Ergebnisse aus ihrer jeweiligen Perspektive bewerten.

„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ – Wie kommt das Neue in den Journalismus?

Veranstaltung in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz beim Bund, In den Ministergärten 6, 
10117 Berlin am 2.03. um 19:00 Uhr.

Jüngste Publikumsbefragungen zeigen, dass sich nach der schon lange grassierenden Politikverdrossenheit nun auch die Medienproduzenten zunehmender Skepsis, Distanz und Zweifeln der Mediennutzer ausgesetzt sehen. Was sind die Gründe? Welche Vorwürfe sind berechtigt, wann handelt es sich um absurde Anwürfe und Propaganda? Wie wirkt sich die zunehmende Distanz des Publikums auf die journalistische Profession aus? In einer Runde mit Chefredakteurinnen und Chefredaktueren u. a. sollen Reformideen, Impulse und konstruktive Lösungen aus den unterschiedlichen Werkstätten diskutiert und das Chancen- und Risikopotential „neuer Wege im Journalismus“ ausgelotet werden.

Folgende Fragen stehen u.a. zur Debatte:

  • Vor welchen Herausforderungen steht der Journalismus vor dem Hintergrund multipler innen- und außenpolitischer Krisen?
  • Wie sehen die Reformideen aus, mit denen die Redaktionen auf die aktuellen Herausforderungen reagieren (sollen)?
  • Ist der Trend zu „constructive news“ nur eine momentane Laune – oder mehr?
  • Haben die „Lügenpressen-Attacken“ von Pegida/AfD Spuren in der journalistischen Klasse hinterlassen und Wirkungen erzielt?
  • Politik- und Wahlforscher behaupten, die Krisen würden die Gesellschaft derzeit politisieren; wirkt sich dieser Befund auch auf den Journalismus aus?
  • Die Bilanz der künftigen Medientrends. Wie wird sich die journalistische Produktion und Organisation von Öffentlichkeit verändern (müssen)?

Diese und weitere Fragen rund um das Themenfeld „Innovationen im Journalismus“ sollen im Laufe des Abends mit Expertinnen und Experten und dem Publikum diskutieren werden. Gelegenheit, Erfahrungswissen aus erster Quelle von professionellen Machern zu tanken und einen neuen Blick auf aktuelle journalistische Herausforderungen zu erhalten.

Anmeldungen unter: veranstaltungen(at)lv.rlp.de bis spätestens 24.2.2016

Zur Vorbereitung: Studie der Otto Brenner Stiftung zur Analyse der Publikums-Rolle im Verhältnis zu den Medienmachern („Wir sind das Publikum“)

Terminhinweis: der nächste MMD findet am 14. Juni 2016 statt.

Es diskutierten:

Moderation & Konzept: Prof. Dr. Thomas Leif (www.swr.de/leiftrifft)