Jahrestagung 2019 der Otto Brenner Stiftung

"Mauer in den Köpfen" – Die Nachwendegeneration zwischen Hoffen und Bangen

Unsere Jahrestagung und die Verleihung der Otto Brenner Preise finden am 19. November 2019 in Berlin im Hotel Pullman Schweizer Hof statt.

Vor 30 Jahren, im November 1989, fiel in Berlin die Mauer. Das historische Ereignis ermöglichte die Überwindung der staatlichen Teilung Deutschlands und führte auch zum Ende der Spaltung Europas in Ost und West. Heute, 30 Jahre nach dem Berliner Mauerfall, bieten vielfältige Anlässe die Chance, Bilanz zu ziehen und einen Ausblick zu wagen. Auch wir haben uns entschieden, dass sich unsere diesjährige Jahrestagung mit diesem Thema beschäftigen soll. Die Geschichte und die Satzung der Stiftung sind uns eine besondere Verpflichtung, uns immer wieder auch mit „innerdeutschen“ Entwicklungen zu beschäftigen. Zudem bietet die Jahrestagung einen geeigneten Rahmen, um sich mit den Ergebnissen aktueller OBS-Publikationen kritisch auseinandersetzen.

Wagt man es heute eine Zwischenbilanz der deutschen Vereinigung zu ziehen, so fällt diese auch bei genauerem Hinsehen durchaus gemischt aus. Freiheitsversprechen, Demokratie, offene Gesellschaft: die „Habenseite“ darf trotz aller Probleme und Schwierigkeiten nicht klein geredet werden. Was wirtschaftliche Vergleichsdaten, soziale Errungenschaften und kulturelle Vielfalt anbetrifft, kann jedoch nach wie vor nicht von deutschlandweit einheitlichen Lebensbedingungen die Rede sein. Und mit Blick auf die politische Landschaft und die Stabilität politischer Entwicklungen scheinen die Unterschiede sogar jetzt erst richtig zu wachsen. Während sich die AfD im Osten inzwischen als starke Partei etabliert hat, erreichen die Grünen im Westen bei Umfragen und Wahlen historische Höchststände. Zum Jahrestag des 9. November 1989 wollen wir Ursachen einer weiterhin „geteilten Nation“ hinterfragen und Hintergründe der „gesellschaftlichen Spaltung“ genauer ergründen:

  • Gibt es neben den wirtschaftlichen und politischen Unterschieden auch soziale und kulturelle Differenzen, die das Zusammenwachsen noch heute erschweren?
  • Was wird als Ursache identifiziert, welche Wirkung zeitigen die Unterschiede?
  • Besteht die Lösung in Anpassungsprozessen - und wer muss sich wem anpassen?
  • Wie lässt sich verhindern, dass die „Mauer in den Köpfen“ weiter ihren Schatten wirft auf Gegenwart und Zukunft Deutschlands?

Wir haben Gäste aus verschiedenen Bereichen zur Diskussion eingeladen. Ziel ist, einerseits eine reflektierte Bestandsaufnahme zum Stand der deutschen Einheit 30 Jahre nach dem Mauerfall zu versuchen und andererseits auszuloten, was die „Mauer in den Köpfen“ brüchiger und durchlässiger machen kann.

Ablauf und Programmentwurf (Stand: 16. August 2019)

14:00 UhrBegrüßung und Einführung
Jupp Legrand, Otto Brenner Stiftung
14:10 Uhr

Impulsreferat:
„Mauer in den Köpfen“ –Die Nachwendegeneration zwischen Hoffen und Bangen: Daten und Deutungen

Rainer Faus (Ko-Autor von „Im vereinten Deutschland geboren – in den Einstellungen gespalten?“)

14:40 Uhr

Podiumsgespräch, u.a. mit:
Rainer Faus (pollytix)
Marieke Reimann (Chefredakteurin von ze.tt; online-Angebot der ZEIT)
Ina Reber (IG Metall-Ortsjugendausschuss Chemnitz)
Annika Liebert (Fridays for Future Erfurt)

15:45 UhrAusblick: „Wahlalter senken?!“
Vorläufige Ergebnisse einer OBS-Studie
Prof. Dr. Thorsten Faas (FU Berlin)
 Moderation: Nadine Lindner (DLF)
16:00 UhrPause, Umbau, Gespräche
17:00 UhrPreisverleihung
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Die Otto Brenner Stiftung übernimmt die Kosten für die Übernachtung (incl. Frühstück) vom 19. November auf den 20. November 2019 und die Verpflegung am Veranstaltungstag. Die Buchung der Hotelzimmer erfolgt direkt durch die OBS. Für Teilnehmer, die ihren Wohnsitz in Berlin haben, übernimmt die OBS keine Übernachtungskosten. Kosten für die An- und Abreise und Servicekosten des Hotels (z.B. Minibar, Telefon, Parkgebühren) werden nicht erstattet. Wir können nur Anmeldungen berücksichtigen, die uns bis zum 4. Oktober 2019 erreichen. Anmeldungen müssen elektronisch über die Internetseite der Stiftung vorgenommen werden und werden nur auf diesem Weg akzeptiert. 

Anmeldungen verstehen wir als verbindlich. Falls mehr Anmeldungen eingehen als Tagungsplätze zur Verfügung stehen, behalten wir uns Absagen vor. Ihre persönlichen Teilnahmeunterlagen erhalten Sie ab der 43. Kalenderwoche auf dem Postweg. Falls Sie nach dem 4. November 2019 absagen müssen oder trotz Bestätigung nicht teilnehmen, behalten wir uns vor, Ausfallkosten in Rechnung zu stellen. 

Ein Tagungsbeitrag wird nicht erhoben, gleichwohl sind Spenden sehr willkommen.
Konto der Otto Brenner Stiftung:
Helaba Frankfurt/M.
IBAN: DE11 5005 0000 0090 5460 03
BIC: HELADEFF 
Bitte vermerken Sie auf der Überweisung Name und Anschrift, damit wir Ihnen eine Spendenquittung zusenden können.
Sie können auch direkt über das Online-Spendenformular der Stiftung spenden.

Im Rahmen der Veranstaltung können Foto-, Film- und Tonaufnahmen gemacht werden, die ggf. zum Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit und zur Dokumentation der Veranstaltung genutzt werden können. Hierzu können die Aufnahmen sowohl in den Printmedien als auch im Internet und den sozialen Medien veröffentlicht werden. Auch werden die Aufnahmen ggf. Printmedien, Fernseh- und Rundfunkanstalten zur weiteren Verwendung zur Verfügung gestellt. Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklären sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hiermit einverstanden.