2020/05 | Perspektive Arbeitsmarkt

Projektnehmer: Bildungs- und Technologiezentrum zu Thale und Aschersleben - Stiftung

Projektende: 30.06.2022

Projektkategorie: Integration von (Langzeit-) Arbeitslosen

Die Bildungs- und Technologiezentrum zu Thale und Aschersleben - Stiftung (BTZ-Stiftung) setzt das Projekt "Perspektive Arbeitsmarkt" um, bei dem in einem individuellen und bedarfsgerechten Ansatz arbeitsmarktferne Langzeitarbeitslose (mit multiplen Vermittlungshemmnissen) in den Arbeitsmarkt integriert werden sollen. Im Vordergrund steht hierbei zunächst die intensive, längerfristige Arbeit mit den Teilnehmern, ergänzt durch Integrationspraktika in Unternehmen der Region (Harz), zu denen aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit mit der Antragstellerin stabile Kontakte bestehen.
Der Anspruch des Projektes liegt darin, die Teilnehmer zunächst zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ertüchtigen, Sozialkompetenz auszubauen und damit erste Schritte zur Beschäf-tigungsfähigkeit zu gehen; dies soll im Bedarfsfall auch durch Einbeziehung von Familienangehörigen geschehen. Auf diese Weise wird nicht nur ein tendenziell brachliegendes Arbeitskräfte-potential erschlossen, es werden darüber hinaus auch Menschen wieder für die gesellschaftliche Teilhabe gewonnen, die ohne derartige Hilfestellungen vermutlich in ihrem randständigen Dasein verharren würden. 
Inhaltlich sollen mit den Teilnehmern folgende Themenfelder bzw. Aspekte bearbeitet werden:

  • Soziale und fachliche Kompetenzentwicklung (Aktivierung, Analyse, Vermittlung erster Fähig- und Fertigkeiten)
  • Beruf und Bildung/Qualifikation (vertiefte Vermittlung von Inhalten)
  • Alltagsbewältigung
  • Gesundheitsförderung
  • Sozialpädagogische Betreuung (Bewältigung von Konflikten)
  • Individueller Entwicklungsplan

Der zeitliche Projektablauf sieht eine einwöchige Einstiegsphase, eine ca. 8 Wochen dauernde Potentialanalyse mit Erprobung in verschiedenen Berufsfeldern, eine ca. dreimonatige Phase der sozialen und fachlichen Qualifizierung sowie Integrationspraktika von zwei mal 12 Wochen vor, so daß die durchschnittliche Verweildauer der Teilnehmer im Projekt ca. 10-12 Monate betragen wird; da der Ansatz jedoch grundsätzlich auf die individuellen Bedürfnisse, Probleme und die Entwicklung der Teilnehmer eingeht, kann diese auch darunter bzw. darüber liegen. Während aller Projektphasen ist eine dauerhafte sozialpädagogische Betreuung vorgesehen, um insbesondere in den Zeiten der Betriebspraktika in Konflikten zu vermitteln, zu moderieren und so Abbrüche zu verhindern.