2020/01 | Mobile Beschäftigte - Verlängerung

Projektnehmer: ARBEIT UND LEBEN Bildungsvereinigung Sachsen-Anhalt e.V.

Projektende: 30.06.2021

Projektkategorie: Fachkräfte/demografischer Wandel

Der ARBEIT UND LEBEN Bildungsvereinigung Sachsen-Anhalt e. V. (AUL) setzt das Projekt Mobile Beschäftigte für weitere 17 Monate (vom 01.02.2020 bis zum 30.06.2021) fort. Hierbei sollen auch die Erfahrungen im bisherigen Projektverlauf (01/18, 01.02.2018 bis 31.01.2020) berücksichtigt werden: So wird das Projekt breiter in der Fläche aufgestellt, was sich in einer Aufstockung des Projektpersonals niederschlägt. Darüber hinaus werden auch weitere Branchen wie Logistik und Pflege mit einbezogen, in denen der Anteil ausländischen Beschäftigter besonders hoch und der Zugang zu den Betroffenen schwierig ist. Grundsätzlich soll in der Verlängerung die in den vergangenen zwei Jahren aufgebaute Beratungs- und Unterstützungsstruktur für ausländische Beschäftigte (die im Rahmen der Arbeitnehmerfreizügigkeit in Sachsen-Anhalt tätig sind) weiter genutzt bzw. ausgebaut werden. Ziel des Vorhabens ist es nach wie vor, diese Arbeitnehmer vor unzulässigen Arbeitsmethoden respektive –bedingungen zu schützen, bzw. sie in derartigen Situationen zu beraten. Dies soll zum einen über die direkte Ansprache der betroffenen Arbeitnehmer, aber auch von Personen in deren Umfeld geschehen, damit Ausbeutungs- und Zwangssituationen möglichst selbständig und rasch erkannt werden können. So sollen die Projektmitarbeiter über die regulären Arbeitsbedingungen und Arbeitsrechte informieren, bei der außergerichtlichen Durchsetzung von Rechten Unterstützung leisten und zudem bei weiteren Fragestellungen an andere, jeweils zuständige Beratungsstellen verweisen. Schließlich soll der erarbeitete Beratungsleitfaden für eine einheitliche Handhabung in Sachsen-Anhalt weiter fortentwickelt werden. Wie bisher wird das Beratungsangebot über diverse Instrumente wie Fachtagungen, einen Fachbeirat, (Online)Publikationen etc. kommuniziert, auch um die interessierte Öffentlichkeit über die Erfahrungen und Ergebnisse des Projektes zu informieren. Im Verlängerungszeitraum sollen ca. 400 potentiell betroffene Arbeitnehmer (in knapp 500 Beratungsgesprächen) beraten und unterstützt werden. Ein verstärktes Augenmerk wird auf die Sensibilisierung von relevanten Akteuren im Land gelegt: So ist geplant, ca. 475 Akteure zum Thema zu beraten bzw. instruieren - hierbei kann es sich beispielsweise um Betriebsräte, Mitarbeiter anderer Beratungsstellen, Kommunalpolitiker, aber auch um Vertreter der Arbeitsverwaltung, Ausländerbehörden und Gewerkschaften handeln.