2017/08 | Entwicklung eines Programms für den Erwerb von Informationskompetenz in Berufsschulen der neuen Bundesländer

Projektnehmer: Europäisches Institut für Journalismus- und Kommunikationsforschung e.V.

Projektende: 31.07.2019

Projektkategorie: Förderung von Auszubildenden

Der Europäisches Institut für Journalismus- und Kommunikationsforschung (EIJK) e. V. realisiert das Projekt Entwicklung eines Programms für den Erwerb von Informationskompetenz in Berufsschulen der neuen Bundesländer, mit dem die durch veränderte Mediennutzung nur noch teilweise vorhandene Kompetenz von Berufsschülern in Bezug auf die Gewichtung und Einschätzung von Inhalten verbessert werden soll. Ausgehend von eigenen und fremden Forschungsergebnissen stellt das EIJK fest, daß die Fähigkeit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, Aussagen in den sozialen Medien als Nachricht, Meinungsäußerung, Fake News oder Spekulation einzuordnen in den vergangenen Jahren stark abgenommen hat. Zudem informieren sich Menschen dieser Altersgruppen zunehmend nur noch auf diesem Wege, die Nutzung klassischer oder von Qualitätsmedien nimmt dementsprechend ab. Die diesbezüglichen Untersuchungen deuten zudem darauf hin, daß diese Tendenz in verstärktem Maße bei Berufsschülern sowie in Ostdeutschland festzustellen ist.
Das Vorhaben wird – ausgehend von diesem Befund – wie folgt umgesetzt: Zunächst werden die vorhandenen Studien zum Thema weiter analysiert und durch entsprechende Erhebungen in ausgewählten Berufsschulen empirisch überprüft bzw. ergänzt. In einem zweiten Schritt wird ein erster Seminarentwurf, mit dem Berufsschülern die entsprechende Medienkompetenz vermittelt wird, in drei Berufsschulen in Sachsen mit einem kleinen Kreis von Schülern getestet. Ein dritter Schritt führt nach Auswertung des Testlaufs zu einem entsprechenden Schulungsprogramm, das ein fester Bestandteil des Berufsschulunterrichts werden soll. Hierbei wird an ein Programm gedacht, das nach dem Ansatz des Blended Learning klassischen Unterricht mit netzbasiertem Lernen verbindet. Ziel ist es zudem, das fertig entwickelte und getestete Tool in einem Folgeprojekt flächendeckend Berufsschulen in den neuen Bundesländern zur Verfügung zu stellen.