2016/07 | Demokratie und Mitbestimmung – Berufsschularbeit Mecklenburg-Vorpommern

Projektnehmer: Dau wat e.V., Rostock

Projektende: 31.12.2019

Projektkategorie: Förderung von Auszubildenden

Projektbeschreibung für Projekt 07/16

Der Gewerkschaftliche Arbeitslosenbetreuung „Dau wat“ e. V. Rostock führt das  Projekt Demokratie und Mitbestimmung – Berufsschularbeit Mecklenburg-Vorpommern durch, ein auf drei Jahre angelegtes Vorhaben, bei dem durch aufsuchende Jugendbildungsarbeit Berufsschüler vor Ort in ihrer Schule zu Themen wie demokratischer Teilhabe und (betrieblicher) Mitbestimmung im Sinne einer allgemeinen (arbeitsmarkt-) politischen Bildung unterstützt werden sollen. Zusätzlich wird eine dauerhafte Beratungsfunktion für Auszubildende/Berufsschüler in Problemfällen angeboten.

Ausgehend vom Befund, dass bei vielen Jugendlichen Tendenzen wie Demokratieabstinenz, Fremdenfeindlichkeit und teilweise auch Rechtsradikalismus nicht unüblich sind, ist vorgesehen, Berufsschulen in ganz Mecklenburg-Vorpommern zu besuchen und dort die Jugendlichen (Berufsvorbereitungsklassen, Berufsfachschüler und Auszubildende) gemeinsam mit ihren Lehrern in Form von speziell erarbeiteten Seminaren und weiterführendem Coaching für ein aktives demokratisches Engagement sowie Formen und Möglichkeiten der Mitbestimmung zu gewinnen. Hierbei werden die Berufsschulen mit einem Kleinbus, welcher mit Materialien für die Seminare ausgerüstet ist, angefahren. Vor Ort werden die Seminare und Coachings von speziell geschulten, ehrenamtlichen Mitarbeitern der DGB-Jugend durchgeführt (die aus einer ähnlichen Altersklasse wie die Berufsschüler sind, was die Kommunikation positiv beeinflusst). Besondere Nachhaltigkeit erhält das Projekt zum einen aufgrund der Laufzeit, zum anderen aufgrund folgender Bausteine: Wiederkehrende Besuche bei den Berufsschulklassen, Erarbeitung von Unterrichtsmaterialien, die von den Lehrern an den Berufsschulen weiterverwendet werden können und die weitere Nutzung der im Vorläuferprojekt erarbeiteten mobilen Ausstellung über Erfolge und Vorzüge von sozialer Marktwirtschaft und Sozialpartnerschaft.
Als Ergebnis aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre wird zusätzlich eine feste Beratungs-/Coachingstelle geschaffen, die den Auszubildenden zu festen Zeiten in den Schulen zur Verfügung steht, um in Konfliktfällen zu helfen bzw. zu moderieren (der Bedarf für ein solches Zusatzangebot wurde gemeinsam mit den Schulsozialarbeitern identifiziert).

Insgesamt ist geplant, im Laufe der drei Jahre landesweit die wesentlichen Berufsschulen - zum Teil mehrfach - aufzusuchen und so ca. 4000 Berufsschüler zu erreichen. Insofern ist zu erwarten, dass auch in einem dünn besiedelten Land wie Mecklenburg-Vorpommern mit dem Projekt Schüler nicht nur in den Ballungsräumen sondern auch in der Fläche erreicht werden.

 

 

Abschlussbericht: Erfahrungen aus drei Jahren Projektarbeit – Bildung und Beratung von Auszubildenden an beruflichen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern