Otto Brenner Stiftung

Stiftungsschwerpunkte der Otto Brenner Stiftung

Als Wissenschaftsstiftung der IG Metall hat es sich die Otto Brenner Stiftung (OBS) zur Aufgabe gemacht, die Arbeit und das Wirken ihres Namensgebers fortzuführen.

Otto Brenner war in den Jahren 1956 bis 1972 der 1. Vorsitzende der IG Metall. Seine Arbeit war vor allem von seiner entschlossenen Verteidigung der demokratischen Grundrechte geprägt, was auch durch ein Zitat Otto Brenners aus dem Jahre 1968 deutlich wird: „Nicht Ruhe, nicht Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit ist die erste Bürgerpflicht, sondern Kritik und ständige demokratische Wachsamkeit.“  
Die OBS ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts und unterliegt der staatlichen Stiftungsaufsicht. 

Die Stiftung handelt im Sinne ihrer Satzung ausschließlich und mittelbar gemeinnützig. 

Stiftungszwecke sind gemäß Satzung folgende Themen und Ziele:

  • Probleme der nationalen und internationalen Gewerkschaftsarbeit,
  • der Gedanke der Völkerverständigung,
  • das Ziel der sozialen Gerechtigkeit,
  • die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen einschließlich des Umweltschutzes,
  • die Angleichung der Arbeits- und Lebensbedingungen in Ost- und Westdeutschland sowie
  • die Entwicklung demokratischer Arbeitsbeziehungen in Ost- und Westeuropa.
  • Arbeits- und Sozialrecht
  • Medienpolitik

Neben diesen Stiftungszwecken engagiert sich die Stiftung des Weiteren in folgenden Bereichen:

  • Arbeit, Beschäftigung und Qualifikation, 
  • Industrie- und Struktur- und Branchenpolitik,
  • Entwicklung der Arbeitsbeziehungen in Mittelosteuropa, 
  • Unternehmerische Verantwortung und 
  • Soziale Integration und Diversity Management (z. B. Rechtsextremismus, Armut, Migration, Benachteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt etc.)

Heute engagiert sich die Stiftung auf einem breiten Feld der Förderung von Projekten, die sich mit nationalen und internationalen, aber auch mit europäischen Themen befassen. Dies sind überwiegend Projekte mit gesellschafts- und sozialpolitischem Hintergrund.

Ein weiteres Kernfeld der Projektunterstützung bezieht sich auf den Dialog zwischen Ost- und Westdeutschland, das mit den Schwerpunkten Angleichung der Arbeits- und Lebensverhältnisse in Zusammenhang steht . Die Ergebnisse dieser Projektunterstützungen werden regelmäßig in Zusammenarbeit mit den Projektnehmern publiziert und der Öffentlichkeit vorgestellt. 

Neben der Förderung von Projekten und Publikationen gehört auch die Durchführung von Konferenzen, Tagungen und Workshops zur Aufgabe der OBS. Im Rahmen dieser Veranstaltungen finden regelmäßig Kooperationen mit anderen gewerkschaftsnahen Stiftungen, wie zum Beispiel der Hans-Böckler-Stiftung (HBS) und der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), statt.

Des Weiteren führt die Stiftung jährlich drei große Veranstaltungen mit Bezug auf ihre Satzungszwecke durch, die Mittel- und Osteuropakonferenz (MOE), die Jahrestagung der Stiftung und die Verleihung des Otto Brenner Preises für kritischen Journalismus.

Die Stiftung versteht sich als kritisches und gesellschaftspolitisches Forum, das sich mit der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands und Europas, mit einem Fokus auf die Länder Mittel- und Osteuropas, auseinandersetzt. Um einen Beitrag in Richtung einer positiven Entwicklung von demokratischen Arbeitsbeziehungen vor allem in Osteuropa zu leisten, bietet die Otto Brenner Stiftung im Rahmen ihrer jährlich stattfindenden MOE eine geeignete Plattform für den Diskurs auf diesem Themengebiet. Dieser Diskurs wird zusätzlich durch die Vergabe von Forschungsprojekten in diesem Bereich unterstützt. 

Auf nationaler Ebene bietet die OBS mit ihrer jährlich stattfindenden Jahrestagung ein besonderes Forum für eine kritische Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschafts- und sozialpolitischen Themen.